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Recorder für DVD+RW soll Wirklichkeit werden

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Nachdem mehrere Unternehmen auf der letzten Comdex Geräte für wiederbeschreibbare DVDs im DVD+RW-Format angekündigt hatten, will Philips nun seinen ersten DVD+RW-Videorecorder auf den Markt kommen. Unter der Bezeichnung DVDR 1000 soll das Gerät im dritten Quartal 2001 hierzulande erhältlich sein.

Das Gerät bietet vier Modi:

  • einen 1-Stunden-Modus speziell für das hochwertige Kopieren von Videos in digitalen Formaten;
  • einen 2-Stunden-Modus mit der laut Hersteller "DVD-typischen Güte von Bild und Ton";
  • einen 3-Stunden-Modus, der es bei der Bild- und Tonqualität immer noch mit S-VHS-Videos aufnehmen können soll;
  • und schließlich einen 4-Stunden-Modus, dessen Bild- und Toneigenschaften laut Philips herkömmlichen VHS-Aufnahmen sichtbar überlegen sind.

Auch wenn auf der Front des voraussichtlich 5000 Mark teuren Recorders deutlich sichtbar das Dolby-Digital-Symbol prangt, dürfte die Tonaufzeichnung auf zwei Kanäle beschränkt sein. Um den Zugriff auf die Aufzeichnungen zu erleichtern, entwickelten die Holländer eine Funktion, die sie Index Picture Screen nennen. Sie soll den blitzschnellen Zugriff auf die Aufzeichnungen ermöglichen. Per Tastendruck auf die Fernbedienung wird hierbei eine Übersicht der aufgenommenen Filme aufgerufen, wobei ein eingeblendeter Filmausschnitt das Auffinden der gewünschten Aufnahme einfacher machen soll. Sobald der Benutzer den Ausschnitt auswählt, beginnt das Gerät mit der Wiedergabe. Auch eine Liste des Disc-Inhalts kann jederzeit angezeigt werden.

Freien Speicherplatz auf der Disc erkennt das Gerät laut Philips automatisch und beschreibt diesen bei der nächsten Aufzeichnung. Dabei wird dem Benutzer angezeigt wird, wie viel Speicherplatz für weitere Aufnahmen verbleibt. Die Aufzeichnungen werden gegen versehentliches Löschen beziehungsweise Überschreiben geschützt. Falls gewünscht, können einzelne Inhalte oder die gesamte Disc gesperrt werden, um eine unbefugte Wiedergabe zu verhindern. Darüber, wie dies technisch realisiert wird, machte das Unternehmen keine Angaben.

Auch Editing gehört zum Funktionsumfang des neuen Philips-Recorders, sodass beispielsweise bestimmte Aufnahmesequenzen beim Playback übersprungen werden. Der Transfer digitaler Daten von DV-Camcordern erfolgt über eine i.Link-Schnittstelle – auch bekannt als FireWire – an der Front des Geräts.

Philips verspricht, dass sich die DVD+RW-Disc, die 4,7 GByte Daten auf einer Disc-Seite speichern kann, auf allen vorhandenen DVD-Playern und DVD-ROM-Laufwerken abspielen lässt – eine Eigenschaft, die andere DVD-Recording-Formate nicht immer garantieren können. Mit an Bord des DVD+RW-Schiffs sind neben Philips so bekannte Größen wie Hewlett-Packard, Mitsubishi Chemical/Verbatim, Ricoh, Sony und Yamaha. (nij)