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Red Dead Redemption 2: Rockstar zieht gegen Pinkerton vor Gericht

Die Detektei Pinkerton macht in RDR2 Jagd auf die Protagonisten-Gang. Das heutige Unternehmen Pinkerton wollte dafür Geld. Rockstar kontert mit einer Klage.

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Red Dead Redemption 2: Rockstar und Pinkerton ziehen vor Gericht

Die Band um Hauptfigur Arthur Morgan wird in Red Dead Redemption 2 von zwei Pinkerton-Agenten gejagt.

(Bild: Rockstar Games)

Die Rockstar-Mutterfirma Take-Two zieht gegen das Sicherheitsunternehmen Pinkerton vor Gericht. Der Publisher hinter Red Dead Redemption 2 protestiert damit gegen Zahlungsforderungen, die Pinkerton im Anschluss an die Veröffentlichung des Western-Abenteuers gestellt hatte.

Pinkerton-Agenten spielen in Red Dead Redemption 2 eine zentrale Rolle, indem sie auf die Banditen-Gang des Protagonisten Jagd machen. Rockstar Games hatte beim heutigen Pinkerton keine Erlaubnis eingeholt, den Namen der damaligen Detektei zu benutzen. Im Dezember, zwei Monate nach Release des Western-Abenteuers, schickte Pinkerton deshalb eine Unterlassungserklärung an Rockstar, berichtet das US-Technikmagazin The Verge. Darin warf Pinkerton Rockstar vor, Namensrechte zu verletzen. Gegen diese Einschätzung und die damit verbundene Zahlungsforderung wehren sich Rockstar und Take-Two nun vor Gericht.

(Quelle: Rockstar Games)

Laut Klageschrift forderte Pinkerton in der Unterlassungserklärung entweder eine einmalige Zahlung in nicht genannter Höhe oder eine Beteiligung an den Einnahmen von RDR2. Rockstar habe sich dagegen gewehrt, wonach Pinkerton gedroht habe, vor Gericht zu ziehen. Diesem Schritt kommt die Rockstar-Mutterfirma Take-Two nun mit einer eigenen Klage zuvor. Die Klageschrift wurde beim Southern District Court of New York am 11. Januar eingereicht.

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Rockstar beruft sich darin auf den 1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, der unter anderem Redefreiheit garantiert. Die Pinkerton National Detective Agency, so der damalige Name des Unternehmens, sei ein fester Bestandteil der US-amerikanischen Geschichte. Daher dürfe der Name des Unternehmens auch in einem Spiel genannt werden, das sich die authentische Darstellung dieser Geschichte zur Aufgabe gemacht hat, schreibt Take-Two in der Klageschrift. Pinkerton versuche offenbar, von der Popularität des Western-Spiels zu profitieren.

Red Dead Redemption 2 - Bilder aus dem Spiel (51 Bilder)

(Bild: Rockstar Games)

Hätte Pinkerton mit seiner Unterlassungserklärung Erfolg, würden darunter neben Spielen zum Beispiel auch Bücher und Filme mit historischem Bezug leiden, argumentiert Take-Two. Pinkerton dürfe das Namensrecht nicht einsetzen, um historische Referenzen zu unterdrücken. Der Name "Pinkerton" werde außerdem regelmäßig in Western-Filmen genannt, ohne dass es dabei jemals eine Beschwerde gegeben habe.

Red Dead Redemption kam im Oktober 2018 in den Handel und wurde von Kritikern und Spielern hoch gelobt. Die Geschichte von Red Dead Redemption 2 spielt im Jahr 1899, die Pinkerton National Detective Agency wurde in den 1850er-Jahren gegründet. Später wurde die Privat-Detektei auch von der US-Regierung angeheuert, um Verbrecher aufzuspüren.

Anmerkung: In einer früheren Version des Textes hieß es, die Pinkerton National Detective Agency wurde in den 1950er-Jahren gegründet. Es handelte sich um einen Tippfehler. Tatsächlich wurde sie in den 1850er-Jahren gegründet.

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(dahe)

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