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Red Hat arbeitet an Echtzeit-Linux

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Red Hat arbeitet an einer Echtzeitversion des zur CeBIT vorgestellten Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5. Nachfrage gebe es vor allem im Finanzsektor, bei Behörden und TelCos, erklärte Tim Burke, Direktor für "emerging technologies" bei Red Hat, gegenüber der US-Zeitung eWeek . RHEL RT (real time) sei bereits bei einigen Kunden im Test; darunter befänden sich auch eine Reihe von Wall-Street-Firmen. Burke betonte allerdings, dass nur vergleichsweise wenige Firmen wirklich Bedarf für Echtzeit-RHEL haben: Mit etwas Fein-Tuning genüge bereits Standard-RHEL den meisten Anforderungen in Sachen Echtzeitverarbeitung.

Die Änderungen gegenüber dem normalen RHEL 5 betreffen laut Burke hauptsächlich den Kernel; etwa die Hälfte der Patches sollen bereits in den Standard-Linux-Kernel eingeflossen sein. Die offizielle Freigabe des Produkts ist noch für dieses Jahr geplant. Zusammen mit IBM arbeitet Red Hat laut eWeek bereits an einer Echtzeit-Anwendungsplattform, bestehend aus RHEL RT sowie Echtzeitversionen von IBM WebSphere und einer J2SE-Java-VM zum Einsatz auf IBMs x86-Servern. (odi)