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RedTube-Abmahnanwalt wegen versuchten Betrugs verurteilt

Der Regensburger Anwalt Thomas Urmann ist unter anderem wegen versuchten Betrugs verurteilt worden. Es geht um Insolvenzverschleppung bei einer Wurstfirma.

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Mit Massenabmahnungen wegen angeblicher rechtswidriger Nutzung des Porno-Streaming-Anbieters RedTube ist Rechtsanwalt Thomas Urmann bekannt geworden. Jetzt stolpert er über einen anderen Fall in seinem beruflichen Portfolio. Ihm wurde vorgeworfen, die Pleite der Gundelfinger Xaver Schwarz Wurst- und Fleischwarenmanufaktur verschleiert zu haben.

Am Augsburger Amtsgericht kam es zur Verurteilung zu zwei Jahren auf Bewährung wegen Insolvenzverschleppung, Sozialkassenbetrugs und versuchten Betrugs. Thomas Urmann muss 80 Sozialstunden ableisten und eine Geldstrafe in Höhe von 80.000 Euro zahlen. Außerdem muss Urmann um seine Zulassung als Anwalt bangen. Für Urmann ist das Urteil wohl noch relativ glimpflich ausgefallen, er muss nicht in Haft. Nach Angaben der Mittelbayerische Zeitung handelt es sich um einen Deal: "Laut Verteidiger Jan Bockemühl habe das Gericht positiv für Urmann gewertet, dass er reuig, schuldeinsichtig und geständig war." (sea)