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Reel Multimedia feuert Software-Chef und setzt nun auf VDR

Die ReelBox, eine Kombination aus Videorecorder, Twin-Digitalreceiver und DVD-Player auf Linux-Basis, stand laut Reel Multimedia bereits im Oktober 2003 als "Weltneuheit kurz vor der Veröffentlichung". Etliche Vorankündigungen später konnte die Firma ihre Box auf der CeBIT 2005 immer noch nicht funktionsfähig vorführen, versprach aber (wieder) eine baldige Markteinführung. Wenig Vertrauen erweckte dann jedoch ein Jobangebot vom 1. April 2005, in der Reel Multimedia einen Softwareentwickler suchte, der mit der Architektur des unter anderem als MPEG-Prozessor eingesetzten Equator BSP-15 vertraut sein sollte. Für den erfolgreichem Abschluss der gestellten Aufgabe wurde eine "überdurchschnittliche Entlohnung" versprochen.

Reel Multimedia veröffentlichte nun eine Stellungnahme, die etwas Licht auf die Entwicklungsprobleme der Box werfen soll: Danach wurde "das gesamte Reel Multimedia Team vom zuständigen Chefentwickler über den Stand der Software bewusst getäuscht". Nach dem Austausch des Projektleiters Software will die Firma nun Klaus Schmidingers bewährtes Open-Source-Projekt VDR auf der Box implementieren (siehe zu VDR auch das c't-VDR-Projekt). So soll "in kürzester Zeit" ein "nahezu marktreifer Zustand" erreicht werden.

Das Konzept der ReelBox ist durchaus interessant, zudem es auch den Einsatz des Gerätes als Homeserver für digitale Medien ermöglicht. VDR wäre für die Box eine stabile Software mit breiter Fan-Gemeinde; die Offenlegung der Schnittstellen würde den Weg für spätere Erweiterungen ebnen. Jetzt muss sich zeigen, ob Reel die versprochenen Funktionen auch zügig in einer tatsächlich verfügbaren Box umsetzen kann. (Carsten Fabich) / (Carsten Fabich) / (nij)

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