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Regulierer legt Frequenzzuteilung für Digitalfernsehen fest

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Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) gab die Eckpunkte für die Vergabe von Sendefrequenzen für das terrestrische digitale Fernsehen (DVB-T) bekannt. Danach sollen die Frequenzen über eine Ausschreibung mit vorgeschaltetem Antragsverfahren verteilt werden. Laut Regulierungsbehörde sei ein zweistufiges Verfahren erforderlich, da man in manchen Versorgungsbereichen mit mehr Anträgen rechne als Frequenzen zur Verfügung stünden.

Matthias Kurth, Präsident der Regulierungsbehörde, begrüßte die allgemeine Zustimmung aller Bundesländer zur verabschiedeten Vergaberegelung. Ausgehend von den Ballungsräumen soll das digitale Fernsehen nach und nach bis 2010 die analoge TV-Übertragung ersetzen. Kurth hofft, noch in diesem Jahr die ersten Frequenzen zuteilen zu können. Zuvor müssten die Bundesländer jedoch ihre genauen Versorgungsbereiche festlegen.

Das über Sendeanlagen am Boden verbreitete DVB-T benötigt für den Empfang nur eine übliche Fernsehantenne, für den mobilen Einsatz reicht auch eine kleine Teleskopantenne. Die Übertragung eines digitalen TV-Kanals ist störungsfester als das analoge Fernsehen und benötigt weniger Bandbreite, sodass mehr Sender in den verfügbaren Frequenzbereichen Platz finden. Berlin und Brandenburg gehören zu den Vorreitern der digitalen Übertragungstechnik. Im Ballungsraum Berlin-Potsdam ist der Umstieg bis Sommer 2003 schon beschlossen. (rop)