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Regulierer legt Gebühren für letzte Meile neu fest

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Die Bundesnetzagentur hat am Freitag einige Gebühren angepasst, die die Deutsche Telekom bei der Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) an einen Konkurrenten berechnen darf. Wettbewerber können mit der von der Telekom gemieteten Kupferader, die als sogenannte "letzte Meile" in die Wohnung des Kunden führt, diesen mit eigenen Leistungen versorgen. Die TAL-Miete sowie die damit verbundenen Gebühren sind reguliert und werden von der Bonner Behörde in regelmäßigen Abständen neu bestimmt.

Die eigentliche monatliche Miete der TAL wird in einem eigenen Verfahren festgelegt, sie liegt derzeit bei 10,08 Euro. Mit der Entscheidung vom Freitag regelt die Bundesnetzagentur die sogenannten Einmalentgelte, die bei der Leitungsnutzung durch Wettbewerber berechnet werden können. Die neuen Gebühren gelten ab dem 1. Juli vorläufig und können erst nach der Konsultation der EU-Kommission und der anderen europäischen Regulierungsbehörden endgültig für zwei Jahre in Kraft treten.

Einige Entgelte wurden nach der Gebührensenkung von 2010 wieder leicht erhöht. Demnach kann die Telekom für die Übergabe der TAL ohne Arbeiten beim Endkunden von ihren Konkurrenten künftig 31,01 Euro (netto) verlangen (bisher: 30,83 Euro). Die Neuschaltung einer Kupferdoppelader ohne Arbeiten am Kabelverzweiger (KVz) und mit Arbeiten beim Endkunden soll nun 54,17 Euro kosten (bisher 51,22 Euro). Gesenkt hat der Regulierer die Gebühren, die bei der Kündigung der Leitungen durch den Wettbewerber anfallen.

Darüber hinaus hat die Regulierungsbehörde die Entgelte für den gemeinsamen Zugang zur TAL (Line Sharing) neu festgelegt. Beim wenig genutzten Line Sharing wird die Leitung in einen niederen und einen höheren Frequenzbereich aufgeteilt. Auf den höheren Frequenzen kann der Wettbewerber einen DSL-Zugang anbieten, während im unteren Frequenzbereich die Telekom den Telefonanschluss schaltet. Für den Zugang zum oberen Frequenzbereich beim Line Sharing hat die Bundesnetzagentur eine monatliche Miete von 1,68 Euro festgelegt. Die Neuschaltung ohne Arbeiten am KVz und beim Endkunden soll 44,80 Euro kosten. (vbr)