Regulierungsbehörde verbietet Inkasso für Festnetz-Dialer

Dialer, die Festnetznummern anwählen, sind grundsätzlich rechtswidrig. Die Regulierungsbehörde hat einem Anbieter nun Rechnungsstellung und Inkasso verboten.

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Die Firma Hanseatische Abrechnungssysteme GmbH (HAS) darf nach einem Beschluss der Regulierungsbehörde keine Verbindungen nach dem 15. August 2003 berechnen oder ein Inkasso dafür betreiben. "Dies bedeutet, dass Rechnungen der HAS über die Frankfurter Festnetzrufnummer 0 69/42 72 69 98 nicht bezahlt werden müssen", so der Präsident der Behörde, Matthias Kurth. Bislang sei die Entscheidung der Regulierungsbehörde zwar noch nicht bestandskräftig, ein möglicher Widerspruch habe aber keine aufschiebende Wirkung, erklärte Kurth.

Das Unternehmen hatte Dialer verbreitet, die die genannte Festnetznummer anwählen und damit Sicherungsvorrichtungen wie Rufnummernsperren aushebeln. Die Firma verlangte von den Opfern, die in die Dialer-Falle getappt waren, 69,95 Euro für ein Monats-Abonnement eines Erotik-Angebots. Laut RegTP werde bei der Verbindung die Telefonnummer des Anwenders übertragen und die Daten des Benutzers ausspioniert. Mehr als 100.000 Rechnungen soll die Firma für den dubiosen Service versandt haben.

Die Regulierungsbehörde fordert Verbraucher, die Rechnungen oder Mahnungen über die Anwahl der genannten Rufnummer erhalten, auf, sich schriftlich an die Behörde zu wenden. Die Adresse lautet Tulpenfeld 4, 53113 Bonn. (uma)