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Reisepass mit OLED-Display

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Auf der Display Week kann man den Prototyp eines Reisepasses mit OLED-Display begutachten. Das Display wurde von der Bundesdruckerei zusammen mit Samsung SDI entwickelt. Es ist flexibel, extrem dünn und wird über Pixeltransistoren angesteuert. Durch die Aktiv-Matrix aus TFTs (Thin Film Transistor) kann das OLED sogar Bewegtbilder mit hoher Auflösung und 6 Bit Farbtiefe wiedergeben. Außerdem sind die verwendeten Materialien hitzebeständig, sodass der Pass laminiert werden kann. Die Datenseite des ePasses aus Polycarbonat (PC) ist trotz des integrierten farbigen Displays nur 0,7 mm dick. Er soll nach den Vorstellung der Entwickler künftig ohne interne Batterie auskommen und kontaktlos arbeiten, also funken. Das Display soll laut Bundesdruckerei die Fälschungssicherheit erhöhen und neue Sicherheitsanwendungen ermöglichen.

Reisepass mit OLED-Display (5 Bilder)

Das digitale Bild im OLED ersetzt das Passfoto

Das zweizöllige Aktiv-Matrix-OLED im ePass zeigt Bilder und Daten mit 320 × 240 Pixeln an, erreicht laut Samsung einen Maximalkontrast von beachtlichen 10.000 : 1 und erzielt 200 cd/m2. Das Panel ist nur 0,3 mm dick und soll eine Lebensdauer von 20.000 Stunden erreichen – danach leuchtet das OLED mit der halben Helligkeit wie zu Anfang, ist also nicht etwa komplett dunkel.

Das Berliner Unternehmen Bundesdruckerei forscht seit geraumer Zeit intensiv im Bereich der organischen Schirme und auch der Plastiksubstrate. Außerdem hat es sich auf Wireless-Techniken spezialisiert. Durch das eingebaute Display müssten die personenbezogenen Daten nicht mehr an spezielle Lesegeräte übermittelt werden, sondern bleiben ausschließlich im Dokument selbst, so Forscher der Druckerei.Und natürlich wären die personenbezogenen Daten im Pass damit auch jederzeit von jedermann einsehbar. (uk)