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Technology Review

Rekord-Wirkungsgrad bei Solarzellen

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Alta Devices, ein Start-up aus Santa Clara, hat laut eigenen Angaben einen neuen Wirkungsgradrekord bei Solarzellen erzielt. Mit einer Effizienz von 28,2 Prozent näherten sich die Forscher der Firma dem theoretischen Maximum von 33,5 Prozent, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Damit überholte Alta Devices einen im letzten Jahr aufgestellten Bestwert um rund 2 Prozent – ein wichtiger Durchbruch in einer Industrie, in der solche Fortschritte sonst nur in Zehntelprozent gemessen werden.

Alta Devices arbeitet bereits seit 2007 an neuartigen Solarzellen, die sich zur billigen Massenproduktion eignen sollen. Doch als Start-up im "Stealth"-Modus äußerte sich das Unternehmen bislang kaum zu Details.

Steigerungen beim Wirkungsgrad sind wichtig, wenn die Photovoltaik mit fossilen Brennstoffen mithalten will. Steigt der Output einzelner Solarzellen, reduziert dies auch die Anzahl der notwendigen Einzelmodule. Das wiederum verbilligt Installation und Anschluss – und die Zusatzelektronik, die notwendig ist, um die Anlage an das Stromnetz zu koppeln.

Die Alta-Devices-Forscher arbeiteten mit Galliumarsenid, um die Eigenschaften ihrer Zellen zu verbessern. Dabei kam ein "fast ideales Solarzellenmaterial" heraus, wie Harry Atwater glaubt, Professor für Angewandte Physik am California Institute of Technology und Mitbegründer der Firma.

Um den Rekordwirkungsgrad zu erzielen, entwickelten die Alta-Devices-Forscher eine chemische Behandlung für Risse in dem Material, die sonst dazu tendieren, die Energieumwandlung zu reduzieren. Die Forscher verbesserten außerdem die Oberfläche auf der Rückseite der Solarzelle, um sicherzustellen, dass die Photonen auf das Material zurückreflektiert werden. Auch das steigert die Stromerzeugung.

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(bsc)

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