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Rennen um MCI-Übernahme wieder offen

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Der milliardenschwere Bieterstreit um die US-Telefongesellschaft MCI findet kein Ende. Nachdem MCI vor wenigen Tagen bereits das Angebot des Telekom-Konzerns Verizon angenommen hatte, wurden doch noch weitere Verhandlungen mit dem Rivalen Qwest Communications angekündigt. Qwest hatte am Donnerstag sein Angebot nachgebessert. Im Einvernehmen mit Verizon darf MCI nun bis zur Abstimmung seiner Aktionäre mit Qwest weiterverhandeln. Das Datum des Votums ist noch offen.

Qwest legte zuletzt ein bis zum 5. April befristetes Angebot in Höhe von 8,9 Milliarden Dollar vor. Kurz davor hatten sich Verizon und MCI auf einem Übernahmeangebot im Gesamtvolumen von 7,5 Milliarden Dollar geeinigt. Schon Mitte Februar hatte MCI eine Verizon-Offerte von rund 6,75 Milliarden Dollar zunächst angenommen, sich dann aber für Gespräche auch mit Qwest entschieden. Verizon betonte, sein Angebot sei für die MCI-Aktionäre insgesamt von "höherem Wert" als das von Qwest.

Qwests jüngste Offerte enthält einen um 30 Prozent höheren Bargeldanteil und bietet den Aktionären von MCI größeren Schutz vor einem möglichen Kursrückgang der Qwest-Aktien. MCI ist die Nachfolgegesellschaft der wegen Bilanzfälschungen und der darauf folgenden Insolvenz in die Schlagzeilen geratenen WorldCom. (dpa) / (jk)