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Retro Computing: Apple-II-Hommage ans Kerbal Space Program

Wer ein umfangreiches Weltraumprogramm starten will, benötigt hierfür keine umfangreichen Supercomputer. Im Fall der Fälle genügt auch ein Apple II, wie eine Hommage an das Kerbal Space Program beweist.

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Nackte Tatsachen: Apples Werbung machte in den Siebzigern weder vor zu viel Haut, noch vor der Bibel halt.

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Wem die Hardwareanforderungen der Weltraumsimulation Kerbal Space Program (KSP) zu hoch sind, muss nicht gleich seine letzte Kleidung verkaufen. Stattdessen kann man nun mit dem Apple II vom Speicher versuchen, eine erfolgreiche Mission ins All auf die Beine zu stellen. Das Programm stammt von Vince Weaver, der es als Image für einen echten Rechner oder Emulator sowie den Source Code auf seiner Webseite hochgeladen hat. Letzterer ist in Applesoft BASIC geschrieben und findet sich ebenfalls bei GitHub.

Soweit funktioniert nach einem augenzwinkernden Squad-Cracktro das Konstruieren einer mehr oder weniger erfolgreichen Rakete, die Auswahl eines Astronauten, der Start inklusive zerstörerischer Animation, sowie der Flug um den Planeten. Momentan ist die Implementierung eines Fallschirms zum Landen in der Mache. Künftig soll außerdem die Hälfte des Planeten als Ozean gelten, damit die Astronauten wieder zurückkehren können. Der Mond Mun ist ebenfalls angedacht, auch eine Option zum Speichern ist geplant. Steuern lässt sich das alles mit wenigen Befehlen der Tastatur, mit denen KSP-Spieler keine Schwierigkeiten haben sollten.

Während Vince Weaver das Spiel ausschließlich zum Spaß programmiert, waren kommerzielle Weltraumsimulationen auf älteren Systemen mit Titeln wie "Space Shuttle: A Journey into Space" oder "The Halley Project" keine Seltenheit. Und genauso wie heute mit Elon Musk und SpaceX beim KSP interessierten sich Persönlichkeiten wie Buzz Aldrin für die Programme.

Zeitreise: Auch wenn das Programm nicht wirklich aus dem Jahr 1987 stammt, funktioniert es immerhin auf einem ansprechenden Rechner.

(fo)