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Gamescom

Retro ist in: Space Invaders wird 30

Am Donnerstag lud der Journalist René Meyer auf der Games Convention in Leipzig zur Eröffnung der Ausstellung "GC Art: 40 Jahre Videospiele" ein. Bereits im vergangenen Jahr präsentierte der leidenschaftliche Hardware-Sammler die weltweit größte Heimcomputer- und Spielkonsolen-Ausstellung der Welt und kam damit in das Guinness-Buch der Rekorde.

Die aktuelle Ausstellung findet vor dem Hintergund des 30. Geburtstags des Kultspiels "Space Invaders" statt, dem ersten kommerziell erfolgreichen Videospiel. Alle Versionen des Spiels haben insgesamt eine Milliarde US-Dollar eingebracht. Bis heute kursiert das Gerücht, dass Space-Invaders-Automaten eine Münzknappheit in Japan verursachten und das Dreifache an 100-Yen-Münzen produziert werden musste.

Das Spiel prägte mehrere Generationen und begründete die Populärkultur der Videospiele. Schon der englische Schriftsteller Martin Amis schrieb 1983 in seinem Buch "Invaders of the Space Invaders": "Ich wusste sofort, dass es etwas Anderes war, etwas Spezielles. Über den Bildschirm loderndes filmreifes Melodram, unendliche Möglichkeiten zu feuern, die wunderbare direkte Steuerung der Abwehrkanone, die stabartige Darstellung und das "Pow" der Raketen...".

An der Austellung sind neben René Meyer noch andere Institutionen beteiligt. Etwa der Spielvertrieb Redspotgames aus München. Im Februar 2007 veröffentlichte der Anbieter "Last Hope" für die schon angegraute Spielkonsole Sega Dreamcast. Dabei handelt es sich um eine Portierung des gleichnamigen NeoGeo-AES-Originals.

Der Atari Bit Byter User Club e.V. hat sich nie vom 8-Bit-Zeitalter getrennt. Auch heute arbeiten die Clubmitglieder noch gerne mit den betagten Maschinen, reparieren diese und stellen kostenlos Schalt- und Baupläne zur Verfügung. Die etwa 400 Mitglieder treffen jährlich zu einer Spielsession zusammen, bei der nicht nur Klassiker gespielt werden.

Der Verein RetroGames e.V. setzt sich für den Erhalt der Kultur der elektronischen Videospiele ein und wurde Mitte 2002 gegründet. Etwa 40 aktive Mitglieder retten schrottreife Spielautomaten und versuchen diese originalgetreu zu restaurieren. Auf ihrem Stand in Halle 4 kann man auch selbst Hand anlegen und auf ihrer "Golden Age of Video Arcade Games"-Austellung diverse Klassiker wie etwa "Gauntlet" spielen.

Die Besucher sind hellauf begeistert und es bilden sich regelrechte Menschentrauben rund um die Automaten. Vor allem das junge Publikum scheint recht angetan von den Klassikern zu sein, was in der heutigen Zeit mit Playstation 3 & Co. doch überrascht. Die Mitglieder des RetroGames e.V. vermuten, dass das an der Zeitlosigkeit und Einfachheit früherer Videospieltitel liegt. (Dennis Schirrmacher) / (Dennis Schirrmacher) / (hag)

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