Rettungsversuch für Elsa angelaufen

"Wir arbeiten an der Fortführung und nicht an der Zerschlagung des Unternehmens", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas Georg.

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Nach dem Insolvenzantrag ist für den am Neuen Markt notierten ISDN/DSL- und Grafikkarten-Spezialisten Elsa ein Rettungsversuch angelaufen. "Wir arbeiten an der Fortführung und nicht an der Zerschlagung des Unternehmens", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas Georg, Rechtsanwalt von der Kanzlei Mönning & Georg. Priorität habe die Wiederherstellung der Liquidität zur Erfüllung von Aufträgen. "Wir werden die Rechnung aufstellen müssen: Was brauche ich für Geld, um Lieferanten bezahlen zu können und das Geschäft wieder in Fluss zu bringen", sagte Georg. Dazu werde er mit den Gläubiger-Banken sprechen.

Sieben von acht Banken hatten die Kreditlinie in Höhe von 28 Millionen Euro im Februar gekündigt, eine weitere Bank hatte angekündigt, ihren zum Ende März befristeten Kredit von 10 Millionen Euro nicht zu verlängern. Die Verhandlungen mit einem potenziellen Investor waren nach Unternehmensangaben gescheitert, weil die Gläubiger-Banken keine Stundung der Rückzahlung gewährt hätten.

Bereits kurz nach der Stellung des Insolvenzantrags hatten sich Sprecher von Elsa aber optimistisch gegeben, die Firma fortführen zu können. Die Kanzlei Mönning & Georg ist nach eigenen Angaben seit 1978 mit der Abwicklung von Konkurs- und Vergleichsverfahren beschäftigt und habe, "wo immer es die wirtschaftlichen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen zulassen", das Ziel, insolvente Unternehmen zu sanieren und Arbeitsplätze zu sichern. (jk)