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Revival der Kult-Tools: Neue "PowerToys" als Preview für Windows 10

Microsoft hat eine erste Preview der Open-Source-PowerToys für Windows 10 veröffentlicht. Die ersten zwei Funktionen: "FancyZones" und ein Shortcut-Guide.

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Eine erste Preview der aus Windows 95 bekannten PowerToys steht zum Download bereit. Microsoft hatte im Mai angekündigt, sie als Tool-Sammlung unter Windows 10 wiederzubeleben.

Details zu den ersten beiden verfügbaren Funktionen "Fancy Zones" und "Shortcut Guide" hat das Unternehmen in einem englischsprachigen Beitrag im Windows-Insider-Blog zusammengefasst. Interessierte können die PowerToys-Preview als .msi-Installer von GitHub herunterladen.

Im Repository des PowerToys-Projekts kann auch der Quellcode der Tools eingesehen werden. Microsoft ruft im Blogeintrag dazu auf, Bug-Funde und Vorschläge für Verbesserungen via GitHub zu melden.

Nach der Installation wird die Hauptkomponente der PowerToys immer dann automatisch gestartet, wenn sich ein Nutzer anmeldet. Alternativ können die Tools auch manuell per Startmenü oder Desktop-Verknüpfung aufgerufen werden.

Sobald sie laufen, wird im Tray-Bereich der Taskleiste ein PowerToys-Symbol im Retro-Design angezeigt. Über das Kontextmenü des Icons lassen sich die PowerToys beenden oder das Einstellungen-Fenster öffnen.

Spätestens an dieser Stelle fällt auf, dass die Preview derzeit nur in englischer Sprache zur Verfügung steht. Zudem besteht noch das Problem, dass die Größe der Fenster (z.B. beim "Fancy Zone"-Layout-Editor) nicht fix ist. Auf Bildschirmen mit niedriger Auflösung kann dann passieren, dass die Einstellungen nicht anpassbar sind, da sich die erforderlichen Steuerelemente außerhalb des Bildschirms befinden.

Der "Shortcut Guide" ist eine sehr simple Anwendung: Drückt der Benutzer die Windows-Taste, erscheint ein Overlay-Fenster, das die unter Windows definierten Tastenkürzel als Liste anzeigt.

Das Fenster bleibt solange im Vordergrund sichtbar, wie der Benutzer die Windows-Taste gedrückt hält. Erst beim Loslassen verschwindet dieses Fenster.

FancyZones soll die schnelle Anpassung eines Programmfensters an vordefinierte Zonen ermöglichen.

In den Einstellungen des Tools kann man über die Schaltfläche "Edit Zones" ein Fenster zum Definieren dieser Desktop-Zonen festlegen. Über Kacheln wählt man die Vorlage für die Bildschirmzonen aus und gibt deren Anzahl ein. Anschließend kann man sie über eine mit "Apply" beschriftete Schaltfläche speichern.

"PowerToys" für Windows 10 (4 Bilder)

Die Preview besteht vorerst nur aus zwei PowerToys.

Nach Auswahl und Speicherung der Zonen funktioniert FancyZones folgendermaßen: Hält der Benutzer die Umschalttaste gedrückt und zieht er gleichzeitig mit gedrückter Maustaste ein geöffnetes Fenster, blendet das entsprechende PowerToys-Modul die Umrisse der Zonen auf dem Desktop ein.

Wird die Maustaste losgelassen, passt das Tool die Fenstergröße so an, dass sie mit der definierten Zone übereinstimmt.




Der Shortcut-Guide ist vor allem praktisch für Anwender, die Shortcuts nutzen wollen, aber hin und wieder eine Erinnerungshilfe brauchen.

FancyZones ist eher eine Spielerei, die auf größeren Bildschirmen vielleicht hilfreich sein mag, um schnell ein Fenster auf eine bestimmte Größe zu bringen. Die Masse der Windows-Nutzer wird eine solche Funktion wohl bisher aber nicht wirklich vermisst haben und die Fenster weiterhin in der gewohnten Art an freie Desktop-Positionen verschieben und anpassen.

Da noch weitere PowerToys geplant sind, bleibt abzuwarten, ob doch noch ein paar Highlights folgen, die an Klassiker aus Windows-9x-Zeiten heranreichen.

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(ovw)