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Rewe-Gruppe übernimmt acht ProMarkt.de-Filialen

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ProMarkt unter der Regie von Rewe

(Bild: Rewe)

Das Filialnetz der Unterhaltungselektronikkette ProMarkt wird um acht auf insgesamt 65 Standorte erweitert, wie der Kölner Rewe-Konzern, Eigentümer von ProMarkt, am heutigen Mittwoch mitteilte. Die acht zusätzlichen Fachmärkte übernimmt Rewe von der Berliner ProMarkt.de GmbH. Betroffen sind die Filialen in Eberswalde, Halberstadt, Cottbus, Bobbau/Wolfen, Bremen, Fulda, Waghäusl und Rendsburg.

Wie Rewe weiter mitteilte sei auch das bisher bestehende Markenrechtsproblem gelöst worden: Im Zuge der Filialübernahme habe Rewe sämtliche ProMarkt-Markenrechte für den stationären Handel erworben. "Zukünftig steht überall ProMarkt draußen dran, wo ProMarkt drin ist", unterstrich Matthias von Puttkamer, Vorsitzender der ProMarkt-Geschäftsführung. Sechs Filialen der Unterhaltungselektronikkette – in Mindelheim, Kulmbach, Weißenburg, Amberg, Salzgitter und Bad Säckingen –, die bisher aus lizenzrechtlichen Gründen unter der Marke Komet geführt wurden, sollen bis zum Jahresende ebenfalls in ProMarkt-Häuser umgewandelt werden.

Die acht neu hinzu gekommenen Standorte sollen hingegen schon ab Mitte des Monats zügig in den Konzern integriert werden – inklusive der rund 150 Mitarbeiter. "Die acht zukunftsfähigen Standorte passen von Größe und Lage optimal in das bestehende Standortnetz, zudem ist die Mannschaft hochmotiviert", erklärte Jan Kunath, Leiter der Strategischen Geschäftseinheiten B2B und Fachmarkt. Rewe betreibt die ProMarkt-Kette unter dem Konzept-Motto "Discount plus Service". Die Sparte konnte im vergangenen Jahr nach Konzernangaben einen Umsatz von 540 Millionen Euro erzielen – sechs Prozent mehr als 2007.

Eingang der ProMarkt.de-Filiale Brandenburg

(Bild: ProMarkt.de)

Für die Berliner ProMarkt.de GmbH unter der Geschäftsführung der Brüder Michael und Matthias Wegert zeichnet sich unterdessen zumindest der Rückzug aus dem stationären Handel ab. Das Unternehmen war zuletzt noch mit insgesamt 13 Filialen vertreten, von denen nun nur noch die Standorte Berlin-Pankow, Brandenburg, Cottbus, Potsdam und Wolfenbüttel verbleiben. Noch als Betreiber von bundesweit 27 MediMax-Märkten hatten die Brüder Wegert Anfang 2008 mit der Multi-Media Pro-Markt Handels GmbH Insolvenz anmelden müssen.

In der Folge hatte die Düsseldorfer Verbundgruppe ElectronicPartner fünf der Märkte übernommen und in die eigene MediMax-Kette integriert. In Zusammenarbeit mit dem damaligen Insolvenzverwalter Rolf Rattunde wurde ein Rettungsplan für 15 weitere Standorte entwickelt. Unter dem Dach der ProMarkt.de GmbH sollten die Märkte fortan eine Brücke zwischen stationärem und Online-Handel schlagen – getreu dem Motto "Fachgeschäft + Onlineshop = ProMarkt.de – Das Beste beider Welten". (Matthias Parbel) / (map)

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