Menü

Ridesharing: VW-Tochter Moia startet regulären Betrieb in Hannover

Der Ridesharing-Anbieter Moia beginnt seinen Regelbetrieb in Hannover. Kunden können ihre Fahrten per App buchen. Zu Beginn ist das Angebot jedoch beschränkt.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 131 Beiträge
Ride-Sharing: VW-Tochter Moia startet regulären Betrieb

(Bild: MOIA GmbH)

Für Moia wird es ernst: Die Volkswagen-Tochter hat den regulären Betrieb ihrer Shuttles in Hannover gestartet. Die Genehmigung der Stadt gelte für zunächst 150 Fahrzeuge, man beginne mit 35 Fahrzeugen und insgesamt 140 Fahrern. Im ersten Schritt solle in den nächsten Tagen die Marke von 55 Kleinbussen erreicht werden, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Anfangs sollten rund 15.000 zusätzliche Nutzer zugelassen werden – neben den 3500 Testnutzern des bisherigen Servicetests mit 35 T6-Kleinbussen. Schrittweise will Moia die Zahl der Nutzer und der Fahrzeuge erhöhen. Bis Ende 2020 soll die Hälfte der Flotte in Hannover elektrisch fahren, bis Ende 2022 gelte dies für alle Kleinbusse.

Der Testbetrieb dauerte 300 Tage und umfasste nach Angaben des Unternehmens mehr als 230.000 Testfahrten. Das abgedeckte Gebiet ist etwa 90 Quadratkilometer groß und wird zum Start noch um die Stadtteile Waldheim und Stöcken sowie um den zentral gelegenen Maschsee erweitert – damit fehlen zu Beginn einige Hannoversche Stadtteile vor allem im Süden und Osten. Weitere Stadtgebiete sollen jedoch schrittweise dazukommen.

"Hannover ist die erste Stadt, in der wir ein fester Bestandteil der öffentlichen Mobilität werden wollen", sagte Moia-Chef Ole Harms. Fahrgäste können per App ihr Moia-Fahrzeug zu einer virtuellen Haltestelle in ihrer Nähe bestellen. Ein spezieller Algorithmus sorgt dafür, dass Fahrgäste mit einer ähnlichen Route unterwegs abgeholt werden. Die App steht ab dem 30. Juli bei Google Play sowie im Appstore von Apple zum Download bereit.

Ridesharing-Anbieter Moia nimmt Regelbetrieb in Hannover auf (4 Bilder)

In der Moia-App bucht der Kunde nach einer Registrierung seine Fahrten auf einer Stadtkarte, die zugleich das Gebiet zeigt, in dem der Dienst verfügbar ist.

Die klassischen Autobauer rüsten sich seit einiger Zeit für den Kampf mit großen Fahrdienst-Plattformen wie Uber. Daimler mit Car2go und BMW mit Drivenow sind seit Jahren beim Carsharing die Platzhirsche in Deutschland und haben sich mittlerweile zusammengeschlossen. VW will nach früheren Angaben von Marken-Vertriebschef Jürgen Stackmann ebenfalls in den Carsharing-Markt einsteigen. In Hamburg startet Moia in den ersten Monaten 2019. Vor allem die Taxibranche hat starke Vorbehalte gegen das Unternehmen.

(tiw)