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RoboCup-WM: Ein dynamisches Netzwerk mit 22 Knoten

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Der Niederländer Jelle Kok, Teamchef von UvA Trilearn und amtierender Weltmeister in der Simulationsliga des RoboCup, hat sich in einem Interview mit heise online unter anderem über Zusammenhänge zwischen virtuellem und realem Fußball geäußert. Zunächst sei es beim Programmieren um grundlegende Fertigkeiten wie Dribbeln und Pässe gegangen. "Inzwischen konzentrieren wir uns stärker auf die Strategie, also darauf, was für Positionen die Spieler auf dem Feld einnehmen, wie sie ihre Aktionen koordinieren, wie sie sich bewegen und dabei auf die Aktionen des Gegners einstellen. Das sind Aspekte mit engen Verbindungen zum menschlichen Fußball", sagte Kok.

Beim Fußball gebe es praktisch ein dynamisches Netz aus 22 Knoten, da sich jeder Spieler relativ zu den eigenen Teammitgliedern und auch zu den gegnerischen Spielern positionieren müsse. Das habe man gestern bei der niederländischen Verteidigung im Spiel gegen Portugal gut beobachten können, meint Kok. Außerdem folgten die Spieler dem Prinzip, das Feld weit auseinander zu ziehen, wenn sie in Ballbesitz waren, und es zu verengen, wenn der Gegner den Ball hatte. Koks virtuelle Spieler folgten dem gleichen Prinzip.

Zum Ausscheiden des niederländischen Teams bei der Fußball-Europameisterschaft sagte Kok auf die Frage, ob er das Gefühl habe, die niederländische Fußballehre zu verteidigen: "Ein bisschen schon, ja. Es gab im Vorfeld der Europameisterschaft auch einige Aufmerksamkeit für die niederländischen Teams beim RoboCup. Dem versuchen wir gerecht zu werden." Im Moment seien noch zwei Gruppen mit jeweils sechs Teams in der Simulationsliga übrig. "Wir haben zwar letztes Jahr gewonnen, aber die anderen Teams haben ihre Software natürlich am Weltmeister getestet."

Das Interview mit Jelle Kok auf c't aktuell:

Zur RoboCup-WM 2004 siehe auch: (anw)

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