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RobotChallenge: Autonome Roboter aus Polen räumen wieder ab

Bei dem Wettbewerb für autonome Roboter waren erneut polnische Teilnehmer besonders erfolgreich. Das Veranstalterland Österreich ging erstmals leer aus.

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Die elfte Auflage der RobotChallenge ist am Wochenende in Wien über die Bühne gegangen. 574 autonome Roboter, die ohne menschlichen Eingriff Aufgaben bewältigen müssen, traten in 15 Disziplinen gegeneinander an. Vier Siege und insgesamt acht Medaillen trugen polnische Teilnehmer davon. Keine andere Nation war so erfolgreich. Für Deutschland gab es eine Silbermedaille nach dem Wettrennen humanoider Bots, für Österreich zum ersten Mal gar nichts zu holen.

Insgesamt zählte die RobotChallenge Teilnehmer aus 46 Staaten, wovon 13 wenigstens einmal einen Vertreter auf dem Podest hatten. Auf Platz zwei landete Lettland mit drei goldenen und insgesamt sieben Medaillen. Dieses Land weist auch die höchste Erfolgsquote auf: Jeder zweite lettische Roboter heimste eine Medaille ein.

RobotChallenge 2014 (17 Bilder)

Der ArduWellBeingBot

Italien landete mit zwei goldenen und einer bronzenen Auszeichnung auf Platz 3. Mexiko stellte die meisten Teilnehmer (72) und schaffte ebenso wie Polen den Höchstwert von acht Medaillen. Davon glänzte aber nur eine gülden, was Platz vier in der Endabrechnung brachte.

Die Wettbewerbsdisziplinen waren Sumo-Ringen und Line Following jeweils in mehreren Klassen, Puck Collect, das Air Race mit Drohnen, ein Wettlauf für humanoide Roboter, ein Freestyle-Wettbewerb und das neue "Hack the Arduino Robot!" Letztere Kategorie gewann der französische Beitrag ArduWellBeingBot. Dieses Gerät orientiert sich mittels GPS und misst an verschiedenen Orten Umgebungswerte wie Temperatur, Licht, Wasser-und Kohlendioxidgehalt der Luft sowie den Lärmpegel und übertragt die Daten via Bluetooth an ein Android-Handy.

Der ArduWellBeingBot im Video

Der ArduWellBeingBot hat einige Gemeinsamkeiten mit dem britischen Eco (3. Platz), der aber für den Einsatz in Innenräumen konzipiert ist. Eco findet sich daher mit Hilfe eines Ultraschall-Echolots zurecht.

Die Jury des Freestyle-Wettbewerbs war besonders vom ungarischen Beitrag REBOT angetan, bei dem Verpackungsmaterial und ähnlicher Abfall für die Verkleidung herangezogen wurde. Silber ging nach Russland für die SummerGardenBots. Sie suchen in einem Garten nach aufgestellten Figuren und bürsten diese dann ab.

Beim Wiener Publikum sorgte besonders der klavierspielende Rohmus aus Mexiko für ein Hallo. Bei der Freestyle-Jury schaffte es Rohmus immerhin auf den dritten Platz. (anw)

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