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Roboter: Fetch und Freight statt Picker und Transporteur

Das Start-up Fetch Robotics will Lager in nicht unabsehbarer Zeit ohne Menschen betreiben. Zwei verschiedene Automaten wurden schon gezeigt.

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Roboter: Fetch und Freight statt Picker und Transporteur

25 Kilometer am Tag läuft ein Lagerarbeiter, der sogenannte Picker, heutzutage nicht selten – da wäre es doch schön, wenn er wenigstens keine Kiste zu tragen hätte. Das Silicon-Valley-Start-up Fetch Robotics hat daher einen Tranportroboter namens Freight entwickelt, der diesen Job übernimmt: Er folgt dem Picker wie ein treuer Hund immer im Abstand weniger Schritte. Die Produkte werden dann nur noch in der Kiste von Freight abgelegt. Ist der Pick-Job beendet, rollt er automatisch zur nächsten Station, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Fetch Robotics will aber noch mehr: Mit Fetch hat die Firma auch noch einen Roboter entwickelt, der selbst ins Regal greifen kann. Er hat einen langen Gliederarm mit einem Greifer, der auf einer Rollenbasis montiert ist. Hinzu kommt ein sich bewegender "Kopf" mit einer Tiefenkamera, wie man sie beispielsweise vom Spielecontroller Kinect kennt.

Roboter werden bereits in einigen Lagern eingesetzt, allerdings nur eingeschränkt und üblicherweise nicht in der Nähe von Menschen. Der Freight von Fetch ähnelt Ansätzen von Kiva Systems, einem Hersteller von Lagerrobotern, der 2012 von Amazon übernommen worden war. Dort bewegen die Roboter aber ganze Regale.

Noch ist unklar, was Freight und Fetch kosten werden; die Produktion hat gerade erst begonnen. Melonee Wise von Fetch Robotics schätzt, dass die Preise im Bereich von 10.000 Dollar und mehr liegen könnten – immer noch deutlich weniger als die Personalkosten. Roboter müssten ja auch nicht auf die Toilette, zum Mittagessen oder zu einer Zigarettenpause. "Und sie werden nicht müde." Ein Lager, das fast nur aus Fetch und Freight besteht, müsste zudem nicht für Menschen gekühlt oder erwärmt werden, denn die Roboter vertragen auch extreme Temperaturen. Und dann wäre da noch ein anderer Vorteil: "Roboter klauen nicht", sagt Wise.

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