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Roboter Telenoid für japanisches Altersheim

Der japanische Forscher Hiroshi Ishiguro wurde global mit seinen Roboter-Doppelgängern bekannt. Nun hat er eine seiner Entwicklungen, den Telenoid, erstmals an einen Kunden verkaufen können.

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(Bild: Hiroshi Ishiguro Laboratory, ATR)

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Jahrelang wurde der japanische Robotikwissenschaftler Hiroshi Ishiguro belächelt. Er hatte Roboterkopien von sich und anderen lebenden und verstorbenen Menschen angefertigt. Doch jetzt kann er erstmals einen wirtschaftlichen Erfolg verbuchen: Ishiguro hat eines seiner größeren Kunstwesen verkauft, den Telenoid. In einem Altersheim im japaischen Miyagi soll der Roboter künftig eingesetzt werden, berichtet Technology Review online.

Telenoid ist ein kleinkindgroßer Telepräsenzroboter mit Stummelarmen, Silikonkörper und kahlem Kopf, dessen Bewegungen halbreflexhaft-halbferngesteuert sind. Die Bedienperson kann im Nebenraum oder sonstwo auf der Welt sitzen und dann Stimme und Bewegungen per Netz auf den Roboter übertragen sowie durch dessen Kameraaugen die Umgebung des Roboters wahrnehmen.

Telenoid im Einsatz (5 Bilder)

Stummelarme, Silikonkörper und kahler Kopf: Der Telenoid, eine Entwicklung des Robotikwissenschaftler Hiroshi Ishiguro, wurde nun erstmals verkauft. (Bild: Hiroshi Ishiguro Laboratory, ATR)

Besonders geeignet ist der Roboter für den Einsatz im Altersheim dadurch, dass demente Menschen, die sonst kaum noch mit Menschen kommunizieren, plötzlich mit dem Roboter sprechen, erklärt Ishiguro. Die menschliche Fantasie lege dann sozusagen ein Gesicht über das kahle Antlitz, so dass sich Kommunikation mit dem Roboter auf einmal sehr natürlich anfühle.

Mehr zu Ishiguros Vision vom Zusammenleben mit Robotern lesen Sie bei Technology Review:

(jle)