Roboter nimmt erste Hürden beim Zusammenbau von IKEA-Möbeln

Was für Menschen ziemlich leicht ist, bereitet Maschinen manchmal größte Probleme. Ein Beispiel ist das Zusammenbauen von Fertigmöbeln – zwei Forscher melden jetzt Fortschritte dabei.

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Von
  • Sascha Mattke

Francisco Suarez-Ruiz und Quang-Cuong Pham von der Nanyang Technological University in Singapur haben sich vorgenommen, einen Roboter einen IKEA-Stuhl zusammenbauen zu lassen. Ihre bisherigen Fortschritte haben sie in einem Fachaufsatz veröffentlicht. Demnach ist es ihrem Roboter erstmals gelungen, einen Millimeter kleinen Holzstift zu greifen und in das dafür vorgesehene Loch zu stecken, berichtet Technology Review online in "Wenn Roboter IKEA-Stühle bauen".

Für Menschen ist diese Aufgabe – mehr oder weniger – leicht zu erledigen, Maschinen aber tun sich aus unterschiedlichen Gründen sehr schwer damit. Beispielsweise stößt auch das System von Suarez-Ruiz und Pham, das unter anderem mit einem optischen System aus sechs Kameras ausgestattet ist, hier an die Grenzen seiner Auflösung. Die Lösung besteht in diesem Fall darin, einen der Parallelgreifer des Roboters zunächst nur in die Nähe des kleinen Holzstiftes auf einen Tisch zu legen. Im nächsten Schritt schließt er sich dann langsam.

Der Roboter der beiden Forscher besteht aus zwei Armen mit sechs Bewegungsachsen, jeder davon ausgestattet mit Parallelgreifern zum Aufnehmen von Objekten. Diese Greifer sind in der Industrie sehr verbreitet, so dass alles, was Suarez-Ruiz und Pham an ihnen lernen, weite Anwendung finden könnte.

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(sma)