Roboter statt Arbeiter: Foxconn bescheidener bei Automatisierungsplänen

Angesichts steigender Lohnkosten hält Foxconn an dem Ziel fest, Arbeiter künftig durch Roboter zu ersetzen. Insgesamt setzt der Auftragsfertiger bereits 40.000 Industrieroboter ein. Das sind aber deutlich weniger, als der Konzern vor Jahren geplant hatte.

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(Bild: dpa, David Chang)

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Der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn will einige Fabriken in China weiterhin in absehbarer Zeit völlig automatisieren und alle menschlichen Arbeiter durch Roboter ersetzen. Wie der dafür zuständige Foxconn-Manager Dai Jia-peng der taiwanischen Digitimes sagte, will sein Unternehmen die eigenen Fabriken in drei Schritten automatisieren. Zuerst würden nur besonders gefährliche oder unbeliebte Aufgaben von Robotern übernommen, später dann ganze Fabriken. Insgesamt setze sein Unternehmen bereits mehr als 40.000 der hauseigenen "Foxbots" ein, 10.000 könnten pro Jahr hergestellt werden.

Derartige Ankündigungen sind für den als iPhone-Fertiger bekannt gewordenen Hersteller nichts neues, aber oft konnten die tatsächlichen Entwicklungen nicht mithalten. So hatte das Unternehmen im Herbst 2011 angekündigt, bis 2014 insgesamt eine Million Fertigungsroboter anschaffen zu wollen. Dieses Ziel wurde offensichtlich deutlich verfehlt, nicht einmal die damals für 2012 geplante Stückzahl von 300.000 Robotern wurde bis heute auch nur ansatzweise erreicht. Auch die aktuelle Ankündigung ist also mit Vorsicht zu betrachten.

Andererseits hat eine Foxconn-Fabrik in Kunshan, in der chinesischen Provinz Jiangsu vergangenes Jahr 60.000 Arbeiter entlassen und sie durch Roboter ersetzt, wie die South China Morning Post berichtet hatte. Die Automatisierungsbestrebungen haben also durchaus immense Auswirkungen. (mho)