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Roboterfußball (werk-) täglich ab 14 Uhr

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Roboterfußball kann sehr spannend und unterhaltsam sein. Leider gibt es aber nur selten Gelegenheiten, sich davon zu überzeugen. Einmal im Jahr findet irgendwo auf der Welt die RoboCup-Weltmeisterschaft statt. Ein paar Monate davor gibt es in mehreren Ländern Vorbereitungsturniere wie vor Kurzem in Magdeburg die RoboCup German Open. Das war's dann auch schon. Von der Möglichkeit, wie bei der Bundesliga im Wochenrhythmus mit einem Team zu fiebern, können die Fans des maschinellen Kickens nur träumen.

Die Firma Cyberbotics versucht, diese Lücke ein wenig zu füllen. Jeden Montag bis Freitag laufen ab 14 Uhr auf der Homepage des Robotstadiums simulierte Spiele zwischen humanoiden Robotern. Die Regeln entsprechen der Standard Platform League beim RoboCup, gespielt wird mit virtuellen Nao-Robotern, ähnlich wie bei der 3-D-Simulationsliga des RoboCup. Allerdings wird die Simulation nicht mit Hilfe des dort verwendeten Soccerservers erzeugt, sondern beruht auf der Software Webots von Cyberbotics.

Bislang ist das Niveau der Spiele im Robotstadium noch bescheiden. Aber die Saison hat ja auch gerade erst angefangen. Derzeit dominieren die UPennalizers von der University of Pennsylvania das Feld, gefolgt von den Borregos_Nao aus Mexiko (Tecnológico de Monterrey). Beides sind langjährige RoboCup-Teilnehmer, doch der Wettbewerb steht allen offen. Neue Teams können jederzeit einsteigen, heißt es auf der Homepage. Sobald der Programmcode hochgeladen ist, nehmen sie an den regelmäßigen Spielen teil. Die Finalspiele sollen dann in der Woche vom 4. bis 8. Juli stattfinden. Das überschneidet sich ein wenig mit der RoboCup-WM, aber das sollte für die teilnehmenden Teams kein großes Problem sein. Schließlich besteht ein Vorteil von virtuellen Fußballern darin, dass sie sich beliebig kopieren lassen und damit auch gleichzeitig an verschiedenen Orten spielen können. (Hans-Arthur Marsiske) / (jk)

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