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Roboterprobleme auf der internationalen Raumstation ISS

Der humanoide Roboter Robonaut 2 muss wegen technischen Fehlverhaltens eine irdische Werkstatt aufsuchen. Dem wartungsbedürftigen Robotarm Canadarm2 widmete sich die Crew auf einer Außenmission selbst.

Roboterprobleme auf der ISS

Robonaut und Astronaut

(Bild: NASA)

Auch im All gehen Dinge kaputt: Beim humanoiden Roboter Robonaut 2 traten so große Defekte auf, dass er zur Erde zurückkehrt. Ursprünglich sollte der 2011 von der NASA zur internationalen Raumstation ISS gebrachte Roboter Astronauten von eintönigen, monotonen Aufgaben entlasten. Zu Beginn bestand Robonaut 2 lediglich aus einem Torso und zwei Armen und konnte Schalter umlegen oder Handgriffe säubern. 2014 spendierte die NASA dem Roboter ein paar Beine, weil er später auch Außenmissionen angehen sollte.

Jedoch ging bei der aufwendigen Operation auf der ISS etwas schief. Durch eine fehlerhafte Masseverbindung erhielten laut dem Magazin IEEE Spectrum Teile der Elektronik zu viel und andere gar keinen Strom, was einige Chips beschädigte. Anschließend zeigte Robonaut 2 unberechenbares Verhalten. Neustarts behoben das Problem nicht grundlegend. Nun tritt Robonaut 2 den Rückflug zur Erde an, wo der Fehler beseitigt werden soll. Noch ist unklar, ob er je ins All zurückkehrt oder ob ihn ein weiterentwickelter Nachfolger ersetzt.

Außerhalb der Raumstation kommt ebenfalls Robotertechnik zum Einsatz, die von Zeit zu Zeit gewartet werden muss. Der von Kanada entwickelte Roboterarm Canadarm2 hilft unter anderem beim Andocken von Raumschiffen und bei Reparaturarbeiten. Der 17,6 Meter lange Arm war nun selbst Gegenstand von Reparaturarbeiten.

Dafür verließen die Astronauten Mark Vande Hei (USA) und Norishige Kanai (Japan) die Raumstation. Der Einsatz klappte besser als geplant, weshalb sie noch zusätzliche kleine Aufgaben erledigten, meldete die US-Raumfahrtagentur NASA. (chh)

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