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Robotik-Konferenz diskutiert Katastropheneinsatz in Japan

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Die diesjährige IEEE International Conference on Robotics and Automation (ICRA) am vergangenen Mittwoch in Shanghai war die erste große Robotik-Konferenz seit dem schweren Erdbeben in Japan. Die ICRA bot eine gute Gelegenheit, die Erfahrungen mit dem Robotereinsatz bei dieser Katastrophe auszutauschen. Wegen der Bedeutung des Themas sollte das kurzfristig ins Programm aufgenommene Forum "Preliminary Report on the Disaster and Robotics in Japan" eigentlich live im Internet übertragen werden. Die Übertragung wurde jedoch einen Tag zuvor wegen unzureichender Internetanbindung abgesagt. Stattdessen soll nun am Montag eine Videoaufzeichnung auf den Blog Robotad hochgeladen werden.

"Robotad" steht für "Robotics Task Force for Anti-Disaster" und ist als Online-Forum eingerichtet worden, um den Einsatz von Rettungsrobotern voranzutreiben. In dem Blog sind zahlreiche Dokumente aufgelistet, die einen Einblick in die Debatten der japanischen Roboterforscher geben. So ist zu erfahren, dass sowohl nach dem Reaktorunfall in Harrisburg am 28. März 1979 als auch nach dem Unfall in der Wiederaufbereitungsanlage in Tokaimura Studien zu dem Ergebnis kamen, dass Roboter in solchen Situationen nützlich sein könnten. Allerdings müssten die Systeme dafür ständig gewartet, weiterentwickelt und das Bedienungspersonal trainiert werden. (Hans-Arthur Marsiske) / (vbr)

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