zurück zum Artikel

Rohstoff-Förderung ohne Menschen: Bergbau-Unternehmen setzen auf autonome Technik

Bergbau-Unternehmen setzen auf autonome Technik

Der Abbau von Rohstoffen ist teuer, schmutzig und gefährlich. Mit Hilfe von autonomen Fahrzeugen und Maschinen soll er in Zukunft effizienter und sicherer werden.

Um Kosten zu sparen und die Sicherheit zu erhöhen, setzen Bergbau-Unternehmen zunehmend auf automatisierte Fahrzeuge und Geräte. Rio Tinto etwa nutzt in vier Minen im Nordwesten Australiens 73 automatisierte Lastwagen, um 24 Stunden am Tag Eisenerz zu transportieren, neben den Robo-Fahrzeugen arbeiten zum Teil automatische Steinbohrmaschinen. Und auch die Lokomotiven, die Eisenerz über hunderte Kilometer zu Häfen bringen, sollen bald autonom fahren und automatisch be- und entladen werden. Das berichtet Technology Review online in "Rohstoff-Förderung ohne Menschen[1]".

BHP Biliton, größtes Bergbau-Unternehmen der Welt, nutzt in seinen Eisenerzminen in Australien ebenfalls fahrerlose Lastwagen und Bohrer. Und Suncor, der größte Ölförderer Kanadas, hat damit begonnen, autonome Lastwagen auf Ölsandfeldern in der Provinz Albert einzusetzen. "In den vergangenen Jahren ist Automation weitaus leistungsfähiger geworden", sagt Herman Herman[2], Leiter des National Robotics Engineering Center an der Carnegie Mellon University. Nach seinen Worten lässt sich die Technik im Bergbau früher einsetzen als in anderen Bereichen wie Transport auf öffentlichen Straßen: "Der Einsatz ist einfacher, weil diese Umgebungen bereits hochgradig reguliert sind", erklärt er.

Bergbau-Unternehmen setzen auf autonome Technik
Einer der autonomen Förder-Trucks in West Angelas in Australien im Einsatz. (Bild: Rio Tinto / Christian Sprogoe Photography)

Die fahrerlosen Lastwagen bei Rio Tinto stammen von dem japanischen Hersteller Komatsu[3]. Ihren Weg finden sie mit Hilfe von hochgenauem GPS, Hindernisse erkennen sie mittels Radar und Laser-Sensoren. Laut Rob Atkinson, Leiter für Produktivitätssteigerung bei Rio Tinto, zahlt sich die Automatisierung der Transportflotte bereits aus. Die fahrerlosen Lastwagen seien rund 15 Prozent billiger als Fahrzeuge mit Menschen hinter dem Steuer – eine erhebliche Einsparung, wenn man bedenkt, dass der Transport mit Abstand den größten Teil der Betriebskosten von Minen ausmacht.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma[5])

URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-3586693

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tr/artikel/Rohstoff-Foerderung-ohne-Menschen-3586658.html
[2] http://www.nrec.ri.cmu.edu/about/commspec/principal/herman/
[3] https://www.heise.de/meldung/Autonome-Baustellenfahrzeuge-Riesenlaster-faehrt-ohne-Fahrer-3464845.html
[4] https://www.heise.de/tr/artikel/Rohstoff-Foerderung-ohne-Menschen-3586658.html
[5] mailto:s.mattke@gmail.com