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Root-Zugriff durch Lücke in Konfigurationstool Webmin

Die Unix-Konfigurations-Frontends Webmin und Usermin prüfen Eingaben nicht richtig und filtern Metazeichen nicht korrekt aus. Dadurch lassen sich möglicherweise ohne Authentifizierung Kommandos mit root-Rechten absetzen.

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Von
  • Dirk Martin Knop

Durch eine Schwachstelle in den Unix-Konfigurations-Frontends Webmin und Usermin können sich Angreifer an der Authentifizierung vorbeimogeln. In der Folge lassen sich beliebige Befehle als Root ausführen. Ursache des Problems ist der zentrale miniserv.pl-Server, der bestimmte Zeichen bei der Anmeldung nicht korrekt überprüft, bevor er sie an das Pluggable Authentication Module (PAM) zur Authentifizierung und Überprüfung von Session-IDs weiterleitet.

Mit den Versionen 1.230 von Webmin sowie 1.160 von Usermin merzen die Entwickler den Fehler aus. Die Linux-Distributoren liefern aktualisierte Pakete aus. Gentoo weist in einem Advisory darauf hin, dass in seiner Distribution standardmäßig "full PAM conversation" ausgeschaltet ist und der Fehler damit nicht zum Tragen kommt.

Siehe dazu auch: (dmk)