Menü

Roundup: Das steckt möglicherweise im Samsung Galaxy S4

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 280 Beiträge
Von

Worum es bei Samsungs Presseveranstaltung geht, weiß niemand mit Sicherheit, die Vorstellung des Galaxy S4 ist aber am wahrscheinlichsten.

(Bild: Samsung)

So ein Brimborium machen Blogs und Nachrichtenseiten normalerweise nur um Apple-Produkte, doch diesmal geht es bei den kursierenden Gerüchten um Samsungs kommendes Smartphone-Spitzenmodell Galaxy S4. Dabei ist die einzige bestätigte Information, dass die Vorstellung in der Nacht vom 14. auf den 15. März (MEZ) in New York stattfindet. Trotz der ungünstigen Uhrzeit wird unser Gadget-Blog TechStage den S4-Launch live übertragen.

Das Internet ist voll mit Gerüchten, wie das S4 aussehen soll, welche Hardware darin steckt und welche Displaytechnik es nutzt. Selbst ob der Name stimmt, bestätigte bislang kein Samsung-Vertreter.

Full-HD-Auflösung (1920 × 1080) ist seit diesem Jahr Standard in Highend-Smartphones, und so ist es sehr wahrscheinlich, dass das Galaxy S4 ebenfalls so viele Bildpunkte anzeigt. Viel spannender ist die Frage nach der Technik: Entgegen der meisten anderen Hersteller nutzte Samsung in der Vergangenheit regelmäßig AMOLED-Bildschirme und nicht LCDs. Im S4 wären dann das erste Mal farbkräftige AMOLED-Technik und HD-Auflösung vereint. Gerüchteweise braucht das Display 25 Prozent weniger Strom als normale AMOLEDs, weil eine "Green PHOLED" genannte Technik mit speziellen grünen und gelben Pixeln zum Einsatz kommt – weitere Details fehlen.

Andere Quellen sprechen von einem sogenannten SoLux-Display. Hinter dem Marketing-Begriff verbirgt sich ein LCD-Bildschirm mit IPS-Technik, das besonders blickwinkelstabil und farbkräftig sein soll.

Das einzige offizielle Bild vom Galaxy S4: Viel am Design scheint Samsung nicht geändert zu haben im Vergleich zum S3.

Über die Größe des Displays sind sich die meisten Gerüchte einig: 4,99 Zoll soll die Diagonale betragen, wie bei vielen anderen High-End-Geräten wie dem Sony Xperia Z (Test in c't 7/13, derzeit am Kiosk). Dank eines dünneren Display-Rands soll das Gehäuse dennoch nicht größer sein als das des Galaxy S3. Es ist wohl auch weiterhin aus Plastik gefertigt. Der Akku soll 2600 mAh fassen, was recht viel ist, aber aufgrund des großen Displays dürften die Laufzeiten nicht deutlich besser werden als beim S3.

Auf der Mobilfunkmesse MWC stellte Samsung im Februar seinen ARM-Prozessor Exynos 5 Octa vor, der auch im Galaxy S4 stecken soll. Andere Quellen sprechen vom Quad-Core-Prozessor Qualcomm Snapdragon 600 oder von einem Vierkern-Exynos – alle Informationen könnten korrekt sein, denn oft gibt es für Asien, Europa und Amerika jeweils verschiedene Modellvarianten.

Für Europa ist eine Variante mit Exynos 5 Octa am wahrscheinlichsten. Er hat insgesamt acht Prozessorkerne, rechnet aber mit maximal vier gleichzeitig (und wird daher wohl von vielen Tools als Vierkern-Prozessor erkannt). Das Prinzip nennt der Hersteller big.LITTLE. Vier langsame Cortex-A7-Kerne arbeiten bei geringem Performancebedarf wie beim Mail-Lesen und Musikhören und brauchen währenddessen wenig Strom, die vier schnelleren A-15-Kerne arbeiten beispielsweise bei 3D-Spielen. Der Hauptspeicher soll 2 GByte groß sein.

Sollte der Exynos 5 Octa tatsächlich Samsungs Wahl sein, würde sich der Grafikprozessor PowerVR SGX 544 um die Berechnung der Grafik kümmern. Imagination Technologies bestätigte kürzlich, dass diese GPU im Octa eingebaut ist. Ob im S4 dann die Drei- (544MP3) oder Vier-Kern-Variante (544MP4) läuft, ist noch unklar. Die Technik-Webseite AnandTech vermutet die Triple-Version mit 533 MHz.

Dass als Betriebssystem Googles Android zum Einsatz kommt, gilt als sicher, und auch dass es die Versionsnummer 4.2.1 tragen wird. Innerhalb eines Monats nach dem Verkaufsstart soll ein Update auf die aktuelle Version 4.2.2 folgen.

Samsung legt die Bedienoberfläche TouchWiz in der vom Galaxy S3 bekannten Version Nature UX auf das System. Außer schicken Widgets bringt die Oberfläche praktische Fähigkeiten wie Gestensteuerung und Smart Stay mit. Letzteres sorgt dafür, dass das Display erst abschaltet, wenn man es nicht mehr anschaut.

Außerdem soll auch das vom Galaxy Note 2 bekannte Floating Touch funktionieren. Schon wenn man den Finger knapp über eine Schaltfläche oder einen Link hält, wird dabei eine Information eingeblendet – ähnlich wie ein Mouseover beim PC. Beim Note 2 funktionierte das noch nicht per Finger, sondern nur mit dem Stift.

Laden ohne lästiges Einstöpseln des USB-Kabels: Das S4 soll es beherrschen, und zwar nach dem Qi-Standard ("Tschi" gesprochen), den beispielsweise auch Nokia und Nexus 4 unterstützen – die Ladestationen, auf die man die Telefone einfach nur drauflegt, dürften dann kompatibel sein.

Die Kamera soll 13 MP haben, von weiteren Besonderheiten war bisher nicht die Rede.

An dem mechanischen Home-Button soll Samsung weiterhin festhalten, auch wenn viele andere Top-Geräte nur noch per Touchscreen zu bedienen sind.

Eine zweite Version mit LTE soll direkt zum Start erhältlich sein, beim S3 hatte das einige Monate gedauert. (hcz)