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Computex

Router und USB-WLAN-Adapter mit 802.11ac

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802.11ac-Produkte von Edimax

Obwohl der Funkstandard IEEE 802.11ac noch nicht offiziell verabschiedet ist, kündigen erste Hersteller schon jetzt Geräte an, die zumindest dem derzeiten Entwurf (Draft) entsprechen. Nachdem Buffalo seine Draft-AC-Geräte bereits in wenigen Wochen im Handel haben möchte und Asus ebenfalls einen solchen Router angekündigt hat, folgen nun Edimax und Trendnet.

Edimax zeigte während der Computex in seinen Meetingräumen gleich vier Produkte mit Draft-AC. Die beiden Router BR-6673AC und BR-6476AC unterscheiden sich in der Datenübertragungsrate: Ersterer schafft mit drei Spacial Streams bis zu 1,3 GBit/s brutto, zweiterer nutzt nur zwei Streams (866 MBit/s) – das ist aber immer noch deutlich mehr als 802.11n (zwei Streams: 300 MBit/s, drei Streams: 450 MBit/s). Um Desktop-PC oder Notebooks mit 802.11ac nachzurüsten, wird es zudem die beiden USB-WLAN-Adapter EW-7322UAC und EW-7822UAC geben, die sich ebenfalls in der maximalen Datenrate unterscheiden. Preise und weitere technische Daten nannte Edimax noch nicht, verfügbar sollen die vier Geräte frühestens im vierten Quartal sein.

802.11ac-Geräte von Edimax und Trendnet (7 Bilder)

Edimax BR-6673AC

Edimax' Router BR-6673AC beherrscht 802.11ac mit drei Streams, ...

Trendnet gab sich auf seinem Messestand hingegen optimistisch, dass seine Neuheiten bereits im dritten Quartal in den Läden stehen. Der Router TEW-812DR beherrscht wie auch die Bridge TEW-800MB drei Streams, mit beiden kann man also zwei kabelgebundene Gigabit-Netzwerke drahtlos koppeln, ohne dass dabei ein Flaschenhals entstehen würde. Zum Nachrüsten bereits gekaufter PCs ist der USB-WLAN-Adapter TEW-804UB gedacht. Letzterer schafft Bruttodatenraten von 866 MBit/s (zwei Streams), ist aber lediglich per USB 2.0 angebunden – höhere Transferraten als die 480 MBit/s des USB-Ports wird man also nicht bekommen. Preise nannte Trendnet noch nicht.

Laut WLAN-Chiphersteller Broadcom soll das erste Notebook mit eingebautem 802.11ac-WLAN von Asus kommen, nämlich in der im dritten Quartal anstehenden Neuauflage des Gaming-Geräts G75 (17,3 Zoll) namens G75VW. Letzteres zählt auch zu den ersten Notebooks, das eine Thunderbolt-Schnittstelle erhält.

In Tablets und Smartphones wird 802.11ac wahrscheinlich erst nächstes Jahr auftauchen, doch die Auswahl an Chips steigt: Marvell hat zur Computex den Funkchip Avastar 88W8897 angekündigt, der immerhin zwei Streams bündelt – bei 802.11n-Handys wird oft nur ein Stream genutzt. Der Avastar kümmert sich zusätzlich auch um Bluetooth 4.1 und NFC. (mue)