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Roxio gibt CD- und DVD-Software ab [Update]

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Ein Name verschwindet, der unter Internet-Usern schon als Traditionsname geführte Napster rückt wieder in den Vordergrund: Roxio, einstmals unter anderem als CeQuadrat in Aachen gestartet, von Adaptec übernommen und später wieder verselbstständigt, gibt das Geschäft mit Software für Endverbraucher auf. Sonic Solutions übernimmt die gesamte Software-Palette von Roxio fürs CD- und DVD-Brennen, Authoring sowie Foto- und Video-Bearbeitung. Dazu gehören etwa Easy Media Creator, PhotoSuite, VideoWave, Easy DVD Copy und Toast. Der neue Besitzer will die Produktreihen unverändert weiterführen und die meisten Beschäftigten der Roxio-Abteilung übernehmen.

Roxio will sich künftig ganz auf das Geschäft mit digitaler Musik und deren Online-Vertrieb konzentrieren. Passend dazu ändert die Firma den Namen in Napster: Die verbliebenen Besitzstände des Urvaters aller Online-Tauschbörsen gingen bereits Ende 2002 an Roxio, die unter dem Label einen kommerziellen Online-Musikshop starteten, der mit Apples iTunes Music Store konkurriert. Angesichts der Erfolge von Apple in dem Markt und des laut Roxio gut laufenden Geschäfts von Napster erhofft sich die Firma in diesem Markt offensichtlich auch künftig glänzende Geschäfte.

Sonic Solutions, die sich selbst als führender Anbieter von Software zur Herstellung von DVDs bezeichnen, zahlen für die Übernahme der Software-Sparte von Roxio 80 Millionen US-Dollar -- 10 Millionen davon in Aktien. Das Geschäft soll bis zum vierten Quartal dieses Jahres komplett über die Bühne gegangen sein.

Parallel zur Bekanntgabe des Geschäfts veröffentliche Roxio auch seine Bilanzzahlen: Der Verlust im ersten Quartal des Roxio-Geschäftsjahrs betrug 2,6 Millionen US-Dollar (8 Cents pro Aktie, erwartet wurden nach den Prognosen 26 Cents pro Aktie). Der Verlust lag zwar höher als im Vorjahr, als er 370.000 US-Dollar betrug, damals verbuchte Roxio aber Sondereinnahmen durch den Verkauf der GoBack-Produktlinie in Höhe von 10,6 Millionen US-Dollar. Der Umsatz lag bei 29,9 Millionen US-Dollar, im Vorjahr kamen 24,2 Millionen zusammen. (jk)

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