Roxio kauft Pressplay

Mit dem Zugriff auf den Katalog der fünf größten Musiklabels ist eine wichtige Grundlage für den Napster-Neustart geschaffen.

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Von
  • Torge Löding

Bald auferstanden aus Ruinen? Der Spezialist für digitale Medien Roxio arbeitet fleißig am Relaunch der gescheiterten Musiktauschbörse Napster. Das Unternehmen gibt heute bekannt, den US-Online-Musikdienst Pressplay erworben zu haben und somit Katalogrechte bei den fünf großen Musiklabels -- die Grundlage für den Neustart von Napster auf legaler Basis.

"Das Online-Musikgeschäft spielt eine zentrale Rolle in der strategischen Ausrichtung unseres Unternehmens. Mit der Akquisition von Pressplay können wir die Entwicklung dieses Geschäftsbereiches enorm beschleunigen", so Roxio-CEO Chris Gorog. Als Teil der Vereinbarung hat Roxio alle Anteile an Pressplay, dem Joint Venture zwischen Universal Music Group und Sony Music Entertainment, übernommen. Den Kaufpreis dafür gibt das Unternehmen mit 12,5 Millionen US-Dollar in bar und 3,9 Millionen Roxio-Stammaktien an; damit entspricht der Kaufpreis insgesamt etwa 39,5 Millionen US-Dollar.

Ende Februar hatte Roxio erste Gerüchte bestätigt, denen zufolge das Unternehmen einen Neustart von Napster plane. Universal und Sony senden jeweils einen Vertreter in den Aufsichtsrat von Roxio. Der bisherige Führungsstab von Pressplay und die Büros in Los Angeles und New York werden weiterhin bestehen bleiben.

"Wir planen etwa 20 Millionen US-Dollar für den Launch von Napster zu investieren. Für die Zeit nach dem Neustart gehen wir davon aus, dass das neue Geschäft zunächst negativen Cash-Flow mit sich bringt, bis das Angebot flächendeckend angenommen wird", umreißt Roxio-Finanzchef Elliot Carpenter seine finanziellen Erwartungen. (tol)