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Ruckler adé: AMD-Microcode-Update AGESA 1002a behebt Bildraten-Einbrüche mit Ryzen-Kombiprozessoren

Ruckler adé: AMD-Microcode-Update AGESA 1002a behebt Bildraten-Einbrüche mit Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G

Selbst Playerunknown's Battlegrounds lässt sich mit dem AGESA-Update auf einem Ryzen 5 2400G ordentlich spielen.

(Bild: heise online)

Ein neues Microcode-Update für AMDs Kombiprozessoren Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G verhindert, dass deren GPU unter Last kurzzeitig in den Leerlauf-Modus schaltet.

Auf Kombiprozessoren der Serie Ryzen 2000 (Codename: Raven Ridge) mit integrierter Vega-Prozessorgrafik [1] bricht die Bildrate bei manchen Spielen teilweise deutlich ein. Betroffen sind die Prozessoren Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G mit integrierter Vega-Grafikeinheit. Das neue AGESA-Update 1002a behebt das Problem, indem es Anpassungen an der Energieverwaltung vornimmt – die Grafikchip-Taktfrequenz soll damit nun im Last-Betrieb nicht mehr kurzzeitig auf den wesentlich niedrigeren Leerlauf-Takt von 300 MHz schalten.

heise online und c't haben die Auswirkungen des Agesa-Updates 1002a mithilfe des Spiels Playerunknown's Battlegrounds (Version 3.7.30.28) untersucht. Das Testsystem bestand aus einem Ryzen 5 2400G, 16 GByte Arbeitsspeicher und dem Mainboard Asus ROG Strix B350-F Gaming. Mit dem ursprünglichen BIOS 3803 samt Agesa-Microcode 1000a war Playerunknown's Battlegrounds selbst auf der niedrigsten Detaileinstellung nicht spielbar – es kam zu in unregelmäßigen Abständen auftretenden Bildrateneinbrüchen und kurzzeitig zähen Bewegungsabläufen.

Spielen vor und nach dem AGESA-Update (Playerunknown's Battlegrounds)

Die Bildrate sank dabei kurzzeitig auf einstellige Werte ab. Nach einem Update auf die BIOS-Version 4009 mit dem AGESA-Microcode 1002a waren die Ruckler verschwunden – Playerunknown's Battlegrounds ließ sich dann in der niedrigsten Detailstufe ordentlich spielen. Die Unterschiede haben wir in einem Video festgehalten. Als Grafiktreiber kam jeweils Version 17.40.3701 zum Einsatz.

Nutzer der Kombiprozessoren Ryzen 3 2200G (ab 85,87 €) [2] und Ryzen 5 2400G (ab 125,90 €) [3] sind darauf angewiesen, dass der Hersteller ihres jeweiligen Mainboards BIOS-Updates mit dem aktuellen AGESA 1002a anbietet. Die Updates findet man auf den jeweiligen Support-Websiten der Hersteller. Leider ist jedoch häufig nicht dokumentiert, inwiefern neue BIOS-Versionen auch neuen AGESA-Microcode enthalten.

Im Ryzen 5 2400G steckt die Grafikeinheit "Vega 11" mit 704 Shader-Einheiten. Ihre 3D-Leistung reicht für grafisch mäßig anspruchsvolle e-Sport-Titel aus. Bei aktuellen Spielen muss man die Detailstufe sichtbar reduzieren, um flüssige Bildraten zu erreichen. Die GPU im Ryzen 3 2200G hat 512 Shader-Kerne, die obendrein nur mit höchstens 1150 statt 1250 MHz laufen. (mfi [4])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4034162

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/AMD-Ryzen-3-2200G-und-Ryzen-5-2400G-Kombiprozessoren-mit-Vega-Grafik-3964861.html
[2] https://www.heise.de/preisvergleich/amd-ryzen-3-2200g-yd2200c5fbbox-a1758349.html?hocid=newsticker&wt_mc=intern.newsticker.textlink-pvg.pvg_a1758349
[3] https://www.heise.de/preisvergleich/amd-ryzen-5-2400g-yd2400c5fbbox-a1758261.html?hocid=newsticker&wt_mc=intern.newsticker.textlink-pvg.pvg_a1758261
[4] mailto:mfi@ct.de