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Computex

Rucksack-PCs für kabellose Virtual Reality

MSI und Zotac führen auf der Computex Prototypen ihrer Huckepack-Rechner vor. Im VR-Betrieb sollen die Akkus anderthalb Stunden durchhalten.

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Rucksack-PCs für kabelloses Virtual Reality

HP, MSI und Zotac haben zur Computex leistungsfähige Rucksack-Rechner angekündigt, mit denen die Nutzer ohne störende Kabel in VR-Welten umherwandern können. Auf der Messe konnten wir die Prototypen von MSI und Zotac erstmals in Augenschein nehmen. Beide Hersteller koppeln ihre Rechner mit der VR-Brille HTC Vive, mit der man sich dank Raum-Trackern zumindest auf bis zu 25 Quadratmetern frei bewegen kann.

MSI hat sich für ein rotes Plastikgehäuse entschieden, in dem ein Mobilprozessor vom Typ Core i7 der Skylake-Generation mit vier Kernen sowie die MXM-Variante der High-End-Grafikkarte GeForce GTX 980 steckt. Die Akku-Kapazität reicht im VR-Einsatz laut Hersteller ungefähr für 1 bis 1,5 Stunden. Inklusive Akku und Hardware wiegt der Rucksack-PC rund 5 kg. Bis zur finalen Version, die im Herbst erscheinen soll, gibt es aber noch einige Änderungen: So soll die Grafikkarte gegen eine effizientere wie die GeForce GTX 1070 oder GTX 1080 ausgetauscht werden.

Zotac wählt einen etwas anderen Ansatz und baut die PC-Komponenten in einen Rahmen ein und bringt diesen in einem gewöhnlichen Rucksack unter. Die Rückseite ist aus luftdurchlässigem Material, damit die Hardware nicht überhitzt. Der Prototyp ist mit der Desktop-CPU Core i5-6500 und wie das MSI-Modell mit dem MXM-Modell der GeForce GTX 980 ausgestattet. Die Akkulaufzeit beträgt nach Angaben von Zotac ebenfalls rund 90 Minuten. Beim fertigen Produkt, das im vierten Quartal erscheinen soll, soll ein kleiner Pufferakku hinzukommen. Dann lässt sich der Hauptstromspeicher wechseln, ohne den Rechner herunterfahren zu müssen.

Virtual Reality auf der Computex 2016 (6 Bilder)

Der Prototyp von MSI steckt in einem Plastiktornister.

(chh)