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Rückruf des Samsung Galaxy Note 7: Akkus beim Einbau beschädigt, Kennzeichnung für Deutschland

Der Rückruf des Galaxy Note 7 betrifft alleine in den USA eine Million Geräte. In Deutschland will Samsung die Verpackungen der ungefährlichen Modelle kennzeichnen, und der US-Verbraucherschutz informiert über die Ursachen des Problems.

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(Bild: dpa, Jannis Mattar)

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Samsung hatte vor einigen Tagen erklärt, dass die Brände von einem Kurzschluss im Akku herrühren, der durch einen zu hohen Druck auf den Akku entsteht – doch ohne Erläuterung, was den hohen Druck auslöst, ist das so wenig eine echte Erklärung wie die "Verspätungen durch Verzögerungen im Betriebsablauf" der Bahn.

Jetzt präzisiert Elliot Kaye, Chef der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC gegenüber Bloomberg: Der Druck beim Einbau der Akkus ins Note 7 sei die Ursache. Auch das sagt nicht alles: Waren die Akkus dicker als in den Spezifikationen erlaubt? Waren die Spezifikationen falsch? Arbeiteten die Roboter beim Zusammenbau unpräzise?

Letztlich kann dem Käufer das egal sein, er will einfach nur ein funktionierendes Note 7. In Deutschland will Samsung die fehlerfreien Geräte durch ein schwarzes Quadrat auf der Verpackung kennzeichnen. In Südkorea soll es wohl ein großes "S" auf der Verpackung sein – beides hilft beispielsweise nichts im Flugzeug, wo viele Fluglinien das Note 7 verbieten.

Was zusätzlich passiert, ist unklar: Laut ZDNet bekommen die neuen Chargen ein grünes Icon, laut Android Central ein weißes, vielleicht gilt ersteres aber nur für südkoreanische Geräte und letzteres für US-Varianten, und ob das Icon immer zu sehen ist oder nur beim Laden, ist auch nicht klar. Das dürften ja spannende Diskussionen mit den Flugbegleitern werden.

Derweil spezifiziert die CPSC die Zahlen für die USA: Bei den vorige Tage bekannt gewordenen 100 Fällen in den USA handele es sich demnach nur um 92, wobei 26 nur in Brand geraten sind und weitere 55 durch Feuer weitere Sachbeschädigungen verursacht haben.

Ungefähr eine Million Geräte seien in den USA verkauft worden, 97 Prozent davon seien potenziell gefährdet. US-Käufer erhalten ihre Ersatzgeräte ab dem 21. September. (jow)