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Rückschlag für das Raumfahrtprogramm von Amazon-Chef Bezos

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Das Raumschiff kurz vor seiner Zerstörung in 13.700 Metern Höhe

(Bild: Blue Origin)

Die ehrgeizigen Pläne zur kommerziellen Raumfahrt, die Amazon-Chef Jeff Bezos mit seiner Firma Blue Origin verfolgt, müssen einen derben Rückschlag verkraften. Wie zunächst vom Wall Street Journal gemeldet und mittlerweile von Bezos auf der Blue-Origin-Webseite bestätigt, endete ein im August unternommener Testflug mit der Zerstörung des unbemannten Raumschiffs. Aus bisher ungeklärten Gründen versagten in einer Höhe von rund 13.700 Metern bei einer Geschwindigkeit von Mach 1,2 die Antriebsraketen des Raumschiffs. Daraufhin entschloss sich die Bodenkontrollstation zur vorsorglichen Zerstörung. "Das war sicherlich nicht der Ausgang, den wir uns vorgestellt hatten", räumte Bezos ein, "aber wir waren darauf vorbereitet, dass es hart werden würde."

Noch vor drei Monaten war ein vorangegangener Testflug des senkrecht startenden Raumschiffs erfolgreich absolviert worden – allerdings handelte es sich dabei nur um einen kleinen "Hüpfer" von wenigen Metern. Blue Origin arbeite aber bereits an einem neuen Vehikel und werde sämtliche Bemühungen uneingeschränkt fortsetzen, heißt es.

Wie auch Virgin-Chef Richard Branson und andere ist Bezos von den Verheißungen der kommerziellen Raumfahrt überzeugt. Und dabei haben die findigen Unternehmer nicht nur zahlungskräftige Kunden im Blick, die sich einen Ausflug in den Weltraum gönnen möchten: Auch die Nasa baut nach dem Ende der Space-Shuttle-Ära auf den Eifer privater Entwickler und Investoren. So stehen beispielsweise im Rahmen des Programms "Commercial Crew Development" (CCDev2) Fördermittel für die Entwicklung von Raumkapseln zur Beförderung von Astronauten in den Orbit parat. 22 Millionen US-Dollar konnte sich Blue Origin von der US-Raumfahrtbehörde schon für die Entwicklung eines sogenannten Weltraumtaxis sichern. (map)

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