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Rückzahlungen für Seagate-Festplatten

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US-amerikanische Käufer, die sich in den vergangenen sieben Jahren über einen autorisierten Händler eine Festplatte des Herstellers Seagate zugelegt haben, können bis zum 21. Dezember schriftlich Anspruch auf Rückzahlung von fünf Prozent des Kaufpreises geltend machen. Das Zugeständnis geht auf die außergerichtliche Einigung des Herstellers mit zwei Klagestellern vor dem Superior Court von San Francisco zurück, der sich nicht mit den herstellerseitigen Kapazitätsangaben für Seagate-Festplatten zufrieden geben wollte. Wer auf den Deal eingeht, muss zugleich auf ein eigenes Klagerecht in dieser Angelegenheit verzichten.

Wie andere Festplatten-Produzenten auch berechnet Seagate den Platz auf Massenspeichern auf der Grundlage, ein kByte entspreche nicht 1024, sondern 1000 Byte. Demgemäß bietet eine Seagate-Festplatte je Katalog-GByte 1.000.000.000 Byte und nicht, wie sonst in der IT-Industrie üblich, 1024 × 1024 × 1024, also 1.073.741.824 Bytes. Das Unternehmen weist schon seit Längerem im Kleingedruckten seiner Datenblätter auf die Berechnungsgrundlage für das Platzangebot hin. Zudem erklärte ein Seagate-Sprecher mit Inbrunst, man habe weder etwas Unrechtes getan noch einen diesbezüglichen Prozess verloren. Das Angebot stelle jedoch angesichts der absehbaren Prozesskosten das geringere Übel für das Unternehmen dar. Darüber, wieweit dieses Vorgehen für die Politik anderer Festplattenhersteller und gegenüber den Kunden in anderen Ländern Pate stehen könnte, kann man bislang nur spekulieren. (hps)

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