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Rund 2000 Siemens-Arbeitsplätze gerettet

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Die rund 2000 gefährdeten Siemens-Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen sind gerettet. Mit der IG Metall seien eine konzernweite Rahmenvereinbarung und ein Ergänzungstarifvertrag für die in der Handy-Fertigung tätigen Standorte Kamp-Lintfort und Bocholt in NRW geschlossen worden, teilte Siemens nun auch offiziell mit. Die Überlegungen zur Verlagerung von rund 2000 Arbeitsplätzen nach Ungarn seien damit für mindestens zwei Jahre vom Tisch.

Nach der Bekanntgabe der Einigung heute morgen verkündeten die Verhandlungspartner nun auch Details der erzielten Vereinbarung. Kernstück des Ergänzungstarifvertrages ist die Ausweitung der Arbeitszeit auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollen durch eine erfolgsabhängige Jahreszahlung ersetzt werden. Die Vereinbarungen gelten für insgesamt mehr als 4000 Mitarbeiter. Siemens-Chef Heinrich von Pierer zeigte sich mit der Lösung zufrieden. Das Ziel, die Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten, sei damit erreicht worden. Bundesweit waren nach Unternehmensangaben rund 5000 Arbeitsplätze von Stellenstreichungen und Verlagerungen bedroht. Für andere Standorte würden die Verhandlungen nun weitergeführt, hieß es.

Siemens bekennt sich in der Rahmenvereinbarung aus Gewerkschaftssicht zu den Regeln des Flächentarifvertrages. Die Vereinbarung sei die Grundlage für die 105 deutschen Siemens-Standorte, hieß es bei der IG Metall mit. (dpa) / (jk)