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Rundum-Sound: DTS:X soll im 1. Quartal 2016 endlich starten

Die durch ihre Marken Denon und Marantz bekannte D&M Holdings hat bekanntgegeben, in naher Zukunft mit der Veröffentlichung der überfälligen DTS:X-Firmware zu beginnen. Bei anderen Herstellern könnte der Start noch länger auf sich warten lassen.

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Rundum-Sound: DTS:X soll im 1. Quartal 2016 endlich starten

Die D&M Holdings will die seit einiger Zeit angekündigte DTS:X-Firmware für seine Receiver und AV-Vorverstärker im Laufe des 1. Quartals 2016 veröffentlichen - die Modelle Denon AVR-X7200W(A), AVR-X6200W und AVR-X4200W, sowie Marantz AV8802(A), SR7010, SR6010 und AV7702mkII sollen in den Genuss des Updates kommen.

Dies erklärte das Unternehmen nun gegenüber c't im Rahmen der Recherchen zu einem Bericht über das bereits erhältliche DTS:X-Konkurrenzformat Dolby Atmos, mit dem sich c't in seiner kommenden Ausgabe 27/12 (ab Samstag, 12. Dezember, am Kiosk) beschäftigt. Nach aktuellem Informationsstand veröffentlicht D&M die Updates nicht für alle genannten Receiver auf einmal, sondern sukzessive.

Wie Dolby Atmos erweitert DTS:X im Heimkino die üblichen 5.1- und 7.1-Lautsprecher-Setups um Deckenlautsprecher und erlaubt so beispielsweise Sound-Effekte wie über die Köpfe der Zuschauer kreisende Hubschrauber und Regen.

DTS präsentierte DTS:X bereits im Januar auf der CES, bekam die Markteinführung seitdem aber nicht auf die Reihe. Wie c't in Ausgabe 22/15 berichtete, war DTS bis zum Oktober nicht in der Lage, die nötige Decoder-Software für den digitalen Signalprozessor (DSP) in den jeweiligen Receivern in einer fehlerfreien Fassung zu liefern.Bis dahin hieß es, die Firmware würde "im Herbst" erscheinen.

Wie seinerzeit bereits berichtet, setzen nicht alle Receiver-Hersteller für DTS:X (und Dolby Atmos) auf ein und dieselbe DSP-Plattform, sondern nutzen Chipsätze von Analog Devices, Cirrus Logic und Texas Instruments. Einige dieser Chip-Anbieter sollen seinerzeit selbst auf Fehler in der DTS:X-Software gestoßen sein und damit begonnen haben, Lösungen zu suchen.

In diesem Zusammenhang fällt auf, dass alle von D&M genannten Geräte Prozessoren von Analog Devices nutzen. Nicht erwähnt sind hingegen die preisgünstigeren DTS:X-fähigen Receiver-Modelle des Unternehmens, die Cirrus-Logic-DSPs nutzen. Sollte es sich bewahrheiten, dass Cirrus Logic bei der Fehlerbehebung allgemein noch nicht so weit ist, dürfte sich eine Veröffentlichung der DTS:X-Firmware nicht nur für diese Geräte weiter verzögern: Auch Onkyo setzt beispielsweise in seinen Receivern Decoder-Chips von Cirrus Logic ein.

Mit an Bord hat DTS:X einen Upmixer, der passenden Anlagen mit Deckenlautsprechern bei der Wiedergabe von gewöhnlichen 5.1- und 7.1-Soundtracks eine oberere akustische Ebene spendiert. Nach unbestätigten Informationen soll sich der "Neural:X" allerdings nicht für alle Soundtracks nutzen lassen.

Sollte es diese Einschränkung geben, dürfte sie die Wiedergabe von Dolby-Digital-kodiertem Quellmaterial betreffen. Tatsächlich unterstützt Dolby seinerseits in DTS:X-fähigen Receivern keinen Upmix von DTS-Soundtracks – während es diese Einschränkung bei den Vorgängermodellen noch nicht gab.

Update:
In der ersten Fassung des Textes war irrtümlich der Denon AVR-X5200W aufgeführt. Dieser Receiver kann nicht mit einem Update DTS:X-fähig gemacht werden. (nij)

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