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Russischer Hacker soll an LinkedIn-Hack im Jahr 2012 beteiligt gewesen sein

Der Anfang Oktober in Tschechien festgenommene russische Hacker könnte in den LinkedIn-Hack aus dem Jahr 2012 involviert gewesen sein. Diese Erklärung liefert zumindest LinkedIn. Nun streiten Russland und die USA über die Auslieferung.

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(Bild: dpa, Jens Büttner)

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Der bereits am 5. Oktober in Tschechien festgenommene russische Hacker soll in den LinkedIn-Hack aus dem Jahr 2012 involviert sein. Das meldet Reuters. Am gestrigen Mittwoch war bekannt geworden, dass der Mann per internationalem Haftbefehl gesucht und festgenommen wurde.

Bei dem Zugriff in einem Prager Hotel leistete der mutmaßliche Hacker den Angaben zufolge keinen Widerstand, kollabierte aber und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Über ein Auslieferungsgesuch der USA muss nun die tschechische Justiz entscheiden. Russland will gegen eine mögliche Auslieferung an die USA vorgehen und drängt auf eine Auslieferung ins eigene Land.

Das Weiße Haus lehnte mit Hinweis auf die andauernden Ermittlungen nähere Angaben über den Tatverdächtigen ab. Sprecher Josh Earnest sagte lediglich, die Festnahme zeige, dass die US-Regierung ihre Verpflichtung, auch den Cyberspace zu schützen, sehr ernst nehme.

LinkedIn erklärte nun gegenüber Reuters, dass es einen Zusammenhang zwischen der Festnahme und dem Hackerangriff auf das LinkedIn-Netzwerk im Jahr 2012 gäbe. Dabei wurden Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern kopiert. Der nun gefasste Hacker könnte an dem Hack beteiligt gewesen sein.

Daten aus dem LinkedIn-Hack tauchen immer wieder auf einschlägigen Seiten im Netz auf. Unter anderem im Mai diesen Jahres wurden rund 117 Millionen LinkedIn-Passwörter für fünf Bitcoins zum Kauf angeboten. (mit Material der dpa) / (kbe)