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Russischer Mathematiker erhält Millennium-Preis

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Der Mathematiker Grigori Perelman soll einen von sieben Millenium-Preisen bekommen, die das Clay-Institut für Mathematik (CMI) im Jahr 2000 ausgelobt hatte. Wie das Institut am Donnerstag mitteilte, erhält Perelman den Preis für seine Beweisführung zur Poincaré-Vermutung. Sie gehört zu den sieben Aufgaben, für deren Lösung das CMI jeweils einen seiner mit einer Million US-Dollar dotierten Preise vergibt. "Der von Perelman gefundene Beweis für die Hypothese von Poincare bildet den Abschluss einer Lösungssuche, die ein ganzes Jahrhundert gedauert hat", sagte CMI-Präsident James Carlson anlässlich der Bekanntgabe. Sie sei ein bedeutender Schritt in der Entwicklung der Mathematik, an die man sich noch lange erinnern werde.

Ob Perelman, den russische Medien als extrem pressescheu und zurückhaltend beschreiben, den Preis auch annehmen wird, ist indessen offen. Der Wissenschaftler hatte bereits 2006 für dieselbe Leistung die Fields-Medaille erhalten sollen. Sie gilt Mathematikern als Äquivalent zum Nobelpreis. Perelman hatte die Medaille jedoch ausgeschlagen. (tig)

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