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Ryzen 3000: Neue AMD-CPUs für Notebooks

AMD hat zur CES 2019 eine neue Generation an Mobil-CPUs mitgebracht.

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Ryzen 3000: Neue AMD-CPUs für Notebooks

(Bild: AMD)

AMD nutzt die diesjährige CES, um eine Schippe bei seinen Mobil-Prozessoren nachzulegen: Die zweite Generation hört auf den Namen Ryzen 3000. Das klingt verwirrend, ist aber nur folgerichtig – Ryzen-1000-Modelle waren ausschließlich Desktop-PCs vorbehalten. Unter der Haube hat sich bei den Neulingen (Codename Picasso) wenig geändert: Durch einen optimierten Fertigungsprozess kann AMD etwas mehr Basis- und Turbotakt aus seinem Silizium kitzeln, doch davon abgesehen handelt es sich um dieselben Raven-Ridge-Chips wie bislang.

Immerhin: Außer Modellen mit 15 Watt Abwärme (Ryzen 3000U) verspricht AMD nun auch 35-Watt-Chip (Ryzen 3000H) für potentere Notebooks ab 15,6 Zoll, wo der CPU dann ein zusätzlicher Grafikchip zur Seite gestellt wird. AMD verspricht für das Jahr 2019 einige Mittelklasse-Gaming-Notebooks mit Ryzen 3000H. Nach unten hin rundet neuerdings ein Athlon-Modell das Portfolio ab: Beim Athlon 300U musste die integrierte Grafik wie auch beim ebenfalls mit nur zwei CPU-Kernen antretenden Ryzen 3 3200U ordentlich Federn lassen.

AMD Ryzen 3000 für Notebooks
Modell Kerne / Threads Takt (Basis / Turbo) Cache GPU-Cores / max. Displays TDP
Ryzen 7 3750H 4 / 8 2,3 / 4,0 GHz 6 MByte 10 / 4 35 W
Ryzen 5 3550H 4 / 8 2,1 / 3,7 GHz 6 MByte 8 / 4 35 W
Ryzen 7 3700U 4 / 8 2,3 / 4,0 GHz 6 MByte 10 / 4 15 W
Ryzen 5 3500U 4 / 8 2,1 / 3,7 GHz 6 MByte 8 / 4 15 W
Ryzen 3 3300U 4 / 4 2,1 / 3,5 GHz 6 MByte 6 / 4 15 W
Ryzen 3 3200U 2 / 4 2,6 / 3,5 GHz 5 MByte 3 / 3 15 W
Athlon 300U 2 / 4 2,4 / 3,3 GHz 5 MByte 3 / 3 15 W

Der Erfolg der neuen CPUs hängt nicht nur von den Notebook-Herstellern ab, sondern auch davon, welche Stückzahlen AMD liefern kann: 2018 hätten die Hersteller AMD gerne mehr Raven-Ridge-Prozessoren angenommen als verfügbar waren. Der kritischste Bereich war übrigens just das 35-Watt-Segment, das im Desktop-Bereich auf das Suffix GE hört: Schnellere Modelle als der Athlon 200GE sind bis heute nicht im Einzelhandel aufgetaucht und kommen auch nur in wenigen Komplettsystemen zum Einsatz.

Das HP Chromebook 14 wird von einem AMD-Prozessor angetrieben.

(Bild: HP)

Das Gegenteil von Lieferschwierigkeiten hat AMD indes weiterhin mit allen CPUs der Prä-Ryzen-Ära, sodass hier neue Märkte angesprochen werden: Die betagten APUs mit lahmen Bulldozer-Kernen sollen unter den Namen A6-9220C und A4-9120C jetzt Chromebooks antreiben. Acer und HP wollen sie verwenden, doch ob man die Geräte auch hierzulande im Handel finden wird, ist unklar. In seiner Präsentation verglich AMD die zwei Neulinge übrigens erst gar nicht mit Intels aktuellen Pentiums (N5000) und Celerons (N4000), sondern nur mit deren ebenfalls viel lahmeren Vorgängern... (mue)

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