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Ryzen 3000 auf alten AM4-Mainboards: AMD bietet kostenloses Boot-Kit an

Käufer eines Ryzen-3000-Prozessors und X470- bzw. B450-Mainboards können bei AMD eine Austausch-CPUl anfordern, um ein BIOS-Update durchzuführen.

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Der BIOS-USB-Flashback auf einem MSI-Mainboard.

(Bild: Mark Mantel/heise online)

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AMD leiht Käufern eines Ryzen-3000-Prozessors und 400er-Mainboards sogenannte Boot-Kits bestehend aus einem Prozessor, wenn sich anderweitig kein BIOS-Update durchführen lässt. Die CPUs der Serie Ryzen 3000 laufen mit AM4-Mainboards der 400er- und 300er-Reihen, sofern ein aktuelles BIOS aufgespielt ist. Ein Update funktioniert jedoch nur mit einer alten CPU oder einem USB-BIOS-Flashback, das nicht alle Platinen unterstützen.

Kann der Mainboard-Hersteller oder der Händler nicht aushelfen, lässt sich das Boot-Kit über ein Formular anfordern. Die Anleitung bietet AMD derzeit ausschließlich auf Englisch an, soll in Kürze aber auch übersetzt zur Verfügung stehen. In dem Paket enthalten ist ein Athlon 200GE aus der ersten Zen-Generation. Der Prozessor enthält eine integrierte GPU, womit sich das BIOS ohne zusätzliche Grafikkarte flashen lässt. AMD bestätigte c't auf Nachfrage, dass das Boot-Kit weltweit verfügbar ist, also auch in Deutschland.

Bevor AMD den Prozessor verschickt, müssen Nutzer erst andere Wege ausprobieren. Am einfachsten funktioniert ein BIOS-Update, wenn das Mainboard einen sogenannten USB-BIOS-Flashback unterstützt, der ohne CPU funktioniert – auf dem Monitor wird dann kein Bild ausgegeben, das Mainboard führt den Flash-Vorgang aber automatisiert durch.

Alternativ wenden sich Kunden an den Händler, bei dem das Mainboard gekauft wurde, und zum Hersteller der Platine. Diese können eventuell ein BIOS-Update durchführen oder das Mainboard gegen ein neueres austauschen.

Kommt vom Mainboard-Hersteller keine Hilfe in Frage, benötigt AMD einen Screenshot vom Schriftverkehr, um zu sehen, dass ein Kontaktversuch unternommen wurde. Außerdem ist ein Foto mit dem Ryzen-3000-Prozessor und dem Mainboard samt sichtbaren Seriennummern notwendig sowie eines von den Rechnungen. Verschickt AMD ein Boot-Kit, hat der Empfänger nach Erhalt zehn Tage Zeit, um den Prozessor zurückzuschicken. Die Kosten für den Rückversand übernimmt AMD.

In der FAQ-Übersicht nennt AMD explizit X470- und B450-Mainboards, die für das Boot-Kit infrage kommen. Ob der Chiphersteller auch Anfragen mit X370- und B350-Modellen akzeptiert, haben wir angefragt.

[Update, 19.7.:] AMD hat gegenüber heise online bestätigt, dass auch Käufer eines Ryzen-3000-Prozessors und 300er-Mainboards (X370, B350) das Boot-Kit auf Anfrage erhalten. (mma)