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Computex

Ryzen Threadripper 2: AMD bestätigt 250 Watt TDP

Im Gespräch mit heise online gab AMD weitere Details zu den künftigen High-End-Prozessoren preis. Geplant sind zudem günstige Zen-CPUs unterhalb von Ryzen.

Ryzen Threadripper 2: AMD bestätigt 250 Watt TDP

TR4-Boards wie das MSI MEG X399 Creation haben 19 Wandlerphasen um 250 Watt Leistung an Threadripper 2 zu liefern.

AMD hat die Vortragsfolien der gestrigen Computex-Keynote für die Presse bereitgestellt. Im Anhang fanden sich für einige Stunden Angaben zur Thermal Design Power (TDP) und den Taktfrequenzen der beiden Demo-Systeme von Ryzen Threadripper 2 mit 24 beziehungsweise 32 Kernen, bevor AMD diese Angaben aus der PDF-Datei entfernte. Auf Nachfrage durch heise online erklärte James Prior, Senior Product Manager bei AMD, dass die kommenden High-End-CPUs in der Tat eine TDP von 250 Watt haben werde. Da Threadripper 2 in allen TR4-Mainboards mit X399-Chipsatz laufen soll, müssen die Board-Hersteller dafür bereits ausreichend Reserven bei der Spannungsversorgung eingeplant haben. Ein neuer Chipsatz sei nicht geplant.

Die ursprünglich angegebenen Taktfrequenzen von jeweils 3,0 GHz Nominal- und 3,4 GHz Turbotakt für Last auf allen Kernen seien falsch, weshalb man die PDFs geändert habe. Die beiden Prozessoren werden unterschiedliche Taktfrequenzen haben. Diese stehen aber noch nicht fest. Zielgruppe für Threadripper 2 sind nach Aussage von Prior Profi-Nutzer wie Video Producer und 3D-Grafik-Designer, deren Anwendungen von vielen Kernen profitieren. Für Gamer seien die preiswerteren Ryzen-7-Prozessoren der AM4-Plattform besser geeignet.

Den Mitte April vorgestellten AM4-CPUs der Serie Ryzen 2000 spendierte AMD unter anderem die Overclocking-Funktion Precision Boost Overdrive, das die Reserven der Spannungswandler von Mainboards mit X470- und B450-Chipsatz auswertet. In der derzeit aktuellen Version von AMDs Übertaktungs-Software Ryzen Master Tool fehlt die dazugehörige Option allerdings. Laut Prior sind noch weitere Tests nötig, bevor die Funktion in der Anwendung freigeschaltet werden kann.

Am unteren Ende der Preisskala arbeitet AMD ebenfalls an neuen Prozessoren. Gegen Celeron und Pentium sollen zukünftig ebenfalls Zen-basierte CPUs antreten, allerdings nicht unter der Bezeichnung Ryzen. Damit bestätigt Prior indirekt die schon länger schwelenden Gerüchte um einen Athlon 200GE. (chh)

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