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Computex

Ryzen Threadripper: Mainboards und Kühler für AMDs 16-Kern-Prozessor

Anhand der auf der Computex gezeigten X399-Boards lassen sich einige Rückschlüsse auf die Fähigkeiten der kommenden High-End-CPUs von AMD ziehen. Zudem gibt es Spekulationen über die Thermal Design Power des 16-Kern-Prozessors.

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X370 Boards
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AMD Ryzen 7 1800X, 8x 3.60GHz, boxed ohne Kühler (YD180XBCAEWOF)
AMD Ryzen 7 1800X, 8x 3.60GHz, boxed ohne Kühler (YD180XBCAEWOF) ab € 232,90

AMDs künftiger High-End-Desktop-Prozessor Ryzen Threadripper stammt von der Server-CPU Epyc mit 32 CPU-Kernen ab. Zwar besteht Threadripper lediglich aus zwei statt vier Octa-Core-Dies, stellt aber dennoch deutlich größere Anforderungen an die Board- und Kühlerhersteller als die AM4-Prozessoren Ryzen 5 und 7.

Einige der 4094 Federchen wurden schon durch neugierige Messebesucher in Mitleidenschaft gezogen.

Die mit geringfügigen Änderungen von den Epyc-Serverchips abgeleiteten CPU-Fassung TR4/SP3r2 belegt mit 4094 Kontakten auf den Boards eine riesige Fläche, um die Leitungen für 64 PCI-Express-3.0-Lanes, vier DDR4-Speicherkanäle und die I/O-Leitungen für USB 3.0 und SATA 6G hinauszuführen. Weitere USB-3.1-Gen2-, SATA-6G- und PCIe-2.0-Ports stellt der X399-Chipsatz bereit, der baugleich zum X370-Chipsatz der AM4-Plattform ist.

Der Name für die CPU-Fassung steht nach unseren Informationen noch nicht endgültig fest. Zum Arretieren des riesigen Prozessors ist ein Torx-Schraubendreher notwendig, den AMD zur CPU mitliefern will. Die Halterung soll sich nach unseren Informationen dennoch leicht schließen lassen.

Theoretisch soll Ryzen Threadripper laut AMD bis zu 2 TByte DDR4-RAM ansprechen können, dafür sind jedoch Module mit 256 GByte Kapazität notwendig. Derzeit gibt es lediglich 16-GByte-UDIMMs zu kaufen, was die Arbeitsspeichermenge auf 8 × 16 GByte = 128 GByte begrenzt. Zumindest das Gigabyte X399 Aorus Gaming 7 kann auch mit ECC-RAM umgehen.

Im Vergleich mit gängigen CPU-Kühlern (rechts) zeigen sich die Dimensionen von AMDs 16-Kerner.

Über die Thermal Design Power des 16-Kerners kursieren auf der Computex wilde Spekulationen, die von 140 bis 300 Watt reichen. Im Blender-Benchmark von AMD rechnete Ryzen Threadripper etwa doppelt so schnell wie der Octa-Core-Prozessor Ryzen 7 1800X und lief deshalb wohl mit einer vergleichbaren Taktfrequenz von 3,6 GHz. Weil der Ryzen 7 1800X eine TDP von 95 Watt hat, dürfte die TDP von Threadripper rund beim Doppelten (180 Watt) liegen.

Um die enorme Wärmemenge abzuführen, müssen die Kühlerhersteller die Kontaktfläche deutlich vergrößern. Der österreichische Hersteller Noctua hatte bereits einen Prototypen eines TR4-Kühlers nach Taiwan mitgebracht, auf dem zwei 92-mm-Lüfter sitzen.

(chh)

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