Galaxy S20, S20+, S20 Ultra: Samsungs Smartphones mit mehr Kameras und größeren Akkus

Im Vergleich zu den Vorgängern sind S20, S20+ und S20 Ultra nicht nur größer, sondern haben auch mehr Kameras. 108 Megapixel bietet aber nur das Topmodell.

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(Bild: Stefan Schomberg)

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Mit seinen neuen Smartphone der Galaxy-S20-Serie bringt Samsung einige Erweiterungen unter anderem bei Mobilfunktechnik, Kamera und Akku. Traute Samsung sich im vergangenen Jahr nur einem Mitglied der Galaxy-S10-Familie ein 5G-Modem zu spendieren, führt nun kein Weg mehr an der neuen Mobilfunkgeneration vorbei.

Alle drei kurz vor dem MWC vorgestellten Galaxy-S20-Varianten können in 5G-Netzen zum Einsatz kommen – wenn auch nicht in vollem Umfang. Denn mmWave-Antennen, die für die höchstmöglichen Übertragungsraten erforderlich sind, fehlen sowohl dem S20 als auch dem S20+ und S20 Ultra. Dafür steigt im Vergleich zu den Vorgängern die Anzahl der Kameras auf der Rückseite auf bis zu vier.

Die Kameraaussparung befindet sich bei allen drei S20-Modellen mittig am oberen Rand. Im Vergleich zu den Vorgängern reicht das Display nicht mehr so weit in den rechten und linken Rand hinein.

(Bild: Stefan Schomberg)

Alle drei Modelle bieten neben einer Weitwinkel- und Tele- auch eine Ultraweitwinkellkamera. Im S20+ und S20 Ultra kommt eine Kamera für Tiefenmessungen hinzu, die unter anderem für ein besseres Bokeh sorgen soll. Die Ultraweitwinkelkamera besteht in allen Fällen aus einem Sensor mit 12 Megapixeln (1,4 µm Kantenlänge) sowie einer Optik mit Blende f/2,2.

Für die Weitwinkelkamera setzt Samsung zumindest im S20 Ultra auf seinen neuen 108-Megapixel-Sensor (0,8 µm), der auch im Xiaomi Mi Note 10 steckt. Verwackler soll ein optischer Bildstabilisator (OIS) ausgleichen, die Optik ist mit Blende f/1,8 etwas lichtstärker als bei der Ultraweitwinkelkamera. Einen OIS sowie die gleiche Blende bieten auch die Weitwinkellösungen des S20 und S20+. Dort bietet der Sensor jedoch nur 12 Megapixel (1,8 µm).

Das S20 Ultra und S20+ (links, Mitte) bieten auf der Rückseite jeweils vier Kameras, das S20 muss mit dreien auskommen.

(Bild: Stefan Schomberg)

Unterschiede gibt es auch beim Tele. Während das S20 Ultra hier 48 Megapixel (0,8 µm), Blende f/3,5 sowie einen OIS bietet, stehen im S20 und S20+ 64 Megapixel (0,8 µm) mitsamt Blende f/2.0 zur Verfügung. Alle drei Smartphones verfügen über einen "optischen Hybrid-Zoom": Faktor 3 beim S20 und S20+, Faktor 10 beim S20 Ultra. Der digitale Zoom soll eine 30- respektive 100-fache (S20 Ultra) Vergrößerung erlauben.

Mehr bietet das S20 Ultra aber auch auf der Vorderseite. Für Selfies steht eine 40-Megapixel-Kamera (0,7 µm) mit Blende f/2,2 bereit. Die beiden andern Varianten müssen mit 10 Megapixeln (1,22 µm) auskommen.

Alle drei S20-Modelle nutzen Samsungs eigenes System-on-Chip (SoC) Exynos 990 mit insgesamt acht CPU-Kernen. Die beiden M5-Kerne erreichen in der Spitze 2,73 GHz, ebenfalls zwei Cortex-A76-Kerne immerhin noch 2,6 GHz. Hinzu kommen vier Cortex-A55-Kerne mit einem Maximaltakt von 2 GHz.

In einigen anderen Regionen außerhalb Europas setzt Samsung auf Qualcomms im Dezember 2019 vorgestellten Snapdragon 865. Je nach Variante stecken 8 oder 12 respektive 12 oder 16 (S20 Ultra) GByte Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR5 im Gehäuse. Während des S20 immer über 128 GByte Flash-Speicher verfügt, gibt es bei den beiden Schwestermodellen Wahlfreiheit. Das S20+ verfügt über 128 oder 512 GByte, das S20 Ultra über 128, 256 oder 512 GByte. In allen Fällen lässt sich der Speicher per MicroSD-Karte um bis zu 1 TByte erweitern.

Kleinere Änderungen gibt es bei den Displays. In allen Modellen setzt Samsung auf Dynamic-AMOLED-Panels, die HDR10+-zertifiziert sind und entsprechende Inhalte wiedergeben können. Die Kameraaussparung, bei der S10-Familie noch in der oberen rechten Ecke des Bildschirms, wandert in die Mitte und ist bei allen drei S20-Ablegern identisch. Mit 6,2 Zoll (563 ppi) ist das S20 das kleinste Modell, das S20 Ultra mit 6,9 Zoll (511 ppi) das größte. Das S20 ist mit 6,7 Zoll (525 ppi) nur unwesentlich kleiner. Anders als in den vergangenen Jahren reicht das Display nicht mehr so weit in den rechten und linken Rand der Smartphones hinein.

Samsung Galaxy S20, S20+ und S20 Ultra (9 Bilder)

(Bild: Stefan Schomberg)

Größenunterschiede gibt es aber auch hinsichtlich des Akkus, die Samsung im Vergleich zu vorherigen Generation spürbar vergrößert. Mit 4000 mAh bietet das S20 die geringste Kapazität, S20+ und S20 Ultra speichern mit 4500 und 5000 mAh etwas mehr Energie. Das Wiederbefüllen erfolgt entweder per USB-Typ-C-Schnittstelle oder drahtlos. Letzteres funktioniert in beide Richtungen: Das Smartphone kann andere Geräte mit Strom versorgen. Zur weiteren Ausstattung gehören unter anderem ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor, der direkt unterhalb des Displays sitzt, und Android 10, das Samsung um seiner eigene Oberfläche "One UI" in Version 2.0 erweitert. Eine 3,5-mm-Buchse fehlt.

Alle drei Smartphones sind gemäß IP68 vor dem Eindringen von Wasser und Staub geschützt und vergleichsweise schwer. So bringt es schon das S20 auf 163 g (152 mm × 69 mm × 8 mm), beim S20+ sind es 186 g (162 mm × 74 mm × 8 mm). Ganze 220 g nennt Samsung für das S20 Ultra (167 mm × 76 mm × 9 mm).

Zu den Preisen und zum Verkaufsstart hat Samsung sich noch nicht geäußert.

Update: Samsung bietet das S20 und S20+ in einer 4G- und 5G-Version an, das S20 Ultra kommt nur als 5G-Modell in den Handel. Für das S20 verlangt das Unternehmen 900 respektive 1000 Euro (4G/5G), für das S20+ 1000 und 1100 Euro (4G/5G mit jeweils 128 GByte) sowie 1250 Euro für die Kombination aus 5G und 512 GByte Flash-Speicher. Das S20 Ultra mit 128 GByte kostet 1350 Euro, mit 512 GByte ruft Samsung 1550 Euro auf. Alle Modelle sollen ab Mitte März erhältlich sein. (pbe)