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SAP setzt langfristig auf Cloud-Computing

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Der neue Cloud-Vorstand des Softwareriesen SAP, Lars Dalgaard, rechnet nicht mit einer schnellen Umstellung auf die Cloud als alleinige Anwendung. "Es wird eine massive Verschiebung geben", sagte der 46-Jährige dem Wirtschaftsmagazin Capital. "Aber die meisten 'Vor-Ort'-Lösungen sind lebenswichtige Kernanwendungen. Zu glauben, das in kurzer Zeit abschaffen zu können, wäre naiv." Er selbst benutze aber kaum noch festinstallierte Programme auf seinem Firmenrechner. "Es ist meine Mission zu zeigen, dass es auch ohne geht."

Lars Dalgaard, Cloud-Vorstand bei SAP, sieht die Cloud-Sparte kontinuierlich wachsen.

(Bild: SAP)

Lars Dalgaard verkaufte 2012 seine Firma Successfactors für 3,4 Milliarden US-Dollar (2,55 Milliarden Euro) an SAP und stieg anschließend ins Führungsteam des Konzerns auf. Dort übernahm er die Leitung des Cloud-Geschäfts, das für SAP immer wichtiger wird.

Der gebürtige Däne machte vor einem Jahr als noch-Besitzer von Successfactors von sich reden, als er SAPs Cloud-Programm Business byDesign als zu kompliziert kritisierte. Dies habe sich mit den neuen Cloud-Programmen geändert: "Es ist bekannt, dass Benutzerfreundlichkeit nicht gerade eine Stärke von SAP war. Jetzt ist es eine - in der Cloud", ,meinte Dalgaard.

Auch aufgrund der Synergien zwischen SAP und Successfactors sei es SAP gelungen, große Kunden anzulocken. "Mit Successfactors allein hätten wir sie nicht gewonnen, wohl aber mit SAP im Rücken", sagte Dalgaard. Bis 2015 möchte SAP mit seinem Cloud-Programm zwei Milliarden Euro Umsatz machen und Gewinn damit erzielen. (gil)