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SAP und Oracle sehen sich erst im August vor Gericht wieder

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Der Rechtsstreit zwischen SAP und dem US-Konkurrenten Oracle um Datenklau zieht sich weiter in die Länge. Ursprünglich war ein Gerichtstermin für den 18. Juni angesetzt worden. Dieser Termin verschiebt sich aber nun um mehr als zwei Monate, wie die SAP AG am Dienstag in Walldorf mitteilte. "Aufgrund von Terminkonflikten seitens des Oracle-Rechtsteams wurde der Gerichtstermin auf den 27. August 2012 verlegt."

Der Rechtsstreit geht bereits in sein fünftes Jahr, nachdem Oracle die im vergangenen Jahr zugebilligte Schadenersatz-Summe zu niedrig war. Eine Jury hatte dem US-Softwarekonzern 1,3 Milliarden Dollar zugesprochen, Richterin Hamilton empfand den Betrag jedoch als "extrem übertrieben" und stutzte ihn auf 272 Millionen Dollar. Daraufhin hatte sich Oracle entschieden, das Verfahren neu aufzurollen und fordert 777 Millionen US-Dollar von SAP.

Die Verfehlungen, um die es geht, liegen lange zurück. Die Mitarbeiter der 2005 übernommenen und mittlerweile geschlossenen SAP-Tochterfirma TomorrowNow hatten im großem Stil unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen. Die Staatsanwaltschaft von San Francisco kam bei ihren Ermittlungen auf mindestens 6249 Fälle und brummte SAP eine Strafe von 20 Millionen Dollar auf, die die Deutschen auch klaglos zahlten.

SAP hat die Verfehlungen längst eingestanden und sich öffentlich entschuldigt. Die Deutschen sind zudem grundsätzlich bereit, Oracle den Schaden zu ersetzen. Doch scheiden sich die Geister an der Höhe der gerechten Wiedergutmachung: SAP bietet Millionen, Oracle verlangt Milliarden. (anw)