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SAP will 1,5 Milliarden Euro an Aktionäre ausschütten

Die gute Entwicklung von SAP hat den Aufsichtsrat zu einer erhöhten Kapitalausschüttung für 2020 bewogen.

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(Bild: nitpicker/Shutterstock.com)

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Der deutsche Softwarekonzern SAP beabsichtigt, im kommenden Jahr mehr Geld an seine Aktionäre auszuschütten. Bis Ende 2020 sollen etwa 1,5 Milliarden Euro zusätzlich an die Anteilseigner ausgegeben werden. Dies hatte der Aufsichtsrat des DAX-Unternehmens am Montag in Walldorf beschlossen. Das Geld soll über Rückkäufe von Aktien und möglicherweise in Form von Ausschüttungen von Sonderdividenden an die Aktionäre fließen. Der ehemalige SAP-Chef Bill McDermott hatte bereits im April für die Zukunft höhere Dividenden angekündigt, allerdings noch keinen konkreten Plan vorgelegt.

Die bisherige Politik, dass SAP mindestens 40 Prozent seines Gewinns nach Steuern an die Anteilseigner als zurückgibt, bleibt weiterhin bestehen. Vorstand und Aufsichtsrat sind davon überzeugt, dass Investitionen in innovative Produkte und Wachstum zusammen mit Kapitalausschüttungen den Unternehmenswert steigern und damit SAP für Aktionäre attraktiver machen.

Wann genau die Ausschüttungen im kommenden Jahr erfolgen, ist jedoch noch offen. Auch wie die Ausschüttungen genau erfolgen sollen, bleibt derzeit noch offen. Nach Angaben von SAP soll dies unter "Berücksichtigung des Marktumfeldes" erfolgen. Außerdem müssten die Unternehmensentwicklung und weitere Faktoren berücksichtigt werden. Die Sonderausschüttung muss von den Aktionären in einer Hauptversammlung erst noch genehmigt werden.

Allgemein befindet sich SAP wieder im Aufwind. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete das Unternehmen im Jahresvergleich eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg um 30 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatte es dagegen noch recht finster ausgesehen. Der angekündigte Personalumbau hatte das Unternehmen in die roten Zahlen rutschen lassen.

Nachdem Ex-Chef Bill McDermott seinen Posten im Oktober überraschend aufgegeben hatte, übernahmen die ehemalige Cloud-Chefin Jennifer Morgan und der Ex-Produktvorstand Christian Klein das Ruder. Beide geben sich für das vierte Quartal, das gemeinhin das stärkste von SAP ist, optimistisch und sind von der erhöhten Kapitalausschüttung überzeugt: "Das Programm zur Optimierung der Geschäftsprozesse der SAP resultiert in einer weiteren Steigerung unserer Finanzleistung. Wir freuen uns, dass die SAP diesen Erfolg nun mit ihren Aktionären teilen kann. Die erhöhte Kapitalausschüttung im nächsten Jahr unterstreicht die große Bedeutung, die die SAP einer angemessenen Rendite für unsere Aktionäre und einer disziplinierten Verwendung unserer finanziellen Mittel beimisst." (olb)