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SAP will Wachstum kaufen

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Die neue SAP-Doppelspitze will viel Geld in die Hand nehmen, um SAP den Spitzenplatz als Europas führender Softwarekonzern zu sichern. "Um unsere Marktposition auszubauen, werden wir auch in Zukunft spezialisierte Softwareanbieter übernehmen", erklärte Co-Vorstandschef Jim Hagemann Snabe die Strategie des neuen Führungsduos am Dienstag auf der Hauptversammlung in Mannheim. SAP habe dabei auch größere Akquisitionen im Visier.

Snabe und sein Amtskollege Bill McDermott haben ihre Strategie bereits mit erstem Leben gefüllt: Erst vor wenigen Wochen kündigten die Manager an, für rund 4,6 Milliarden Euro das auf mobile Datendienste spezialisierte kalifornische Unternehmen Sybase zu kaufen. Der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware will mit der zweitgrößten Akquisition in der Unternehmensgeschichte vor allem Dauerrivale Oracle auf Distanz halten. Sybase ist auf mobile Datendienste spezialisiert. Für das Softwarehauses Business Objects musste SAP 2007 knapp 5 Milliarden Euro hinlegen.

McDermott und Snabe versuchten auf der Hauptversammlung, die Aktionäre des Walldorfer DAX-Konzerns auf eine neue Erfolgsgeschichte einzuschwören. "War 2009 ein Jahr des Übergangs, so werden wir 2010 wieder auf Wachstumskurs steuern", sagte McDermott. "Wir sehen eine starke Dynamik in den Zukunftsmärkten und Schlüsselbranchen." Der Manager kündigte Investitionen vor allem in den Schwellenländern an. Die beiden Manager waren auf Léo Apotheker gefolgt, der wegen Widerständen bei den Kunden und in der Belegschaft im Frühjahr seinen Hut nehmen musste. (anw)